Brand in Mehrfamilienhaus in Fürstenhagen: 43-Jähriger mit Rauchgasvergiftung

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Aus bisher nicht geklärter Ursache kam es heute Nacht, 9. Januar, zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Hessisch-Lichtenau - Fürstenhagen, bei dem ein Hausbewohner schwere Verletzungen erlitt.

Fürstenhagen - Um 1:14 Uhr kam es vergangene Nacht in einer Dachgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses (sechs Mietwohnungen) in der Straße "Siedlung" in Hessisch Lichtenau-Fürstenhagen zu einem Wohnungsbrand. Zuvor hatte eine Bewohnerin des Hauses angerufen, dass ein 43-Jähriger Bewohner im Hausflur alkoholisiert randalieren würde. Die alarmierte Polizeistreife traf den 43-Jährigen auch im Hausflur an und begab sich mit diesem zu dessen Wohnung. Aus dieser konnte der Rauchmelder bereits akustisch wahrgenommen werden, jedoch kein Brandgeruch.

Beim "Aufreißen" der angelegten Wohnungstür durch den 43-Jährigen kam es zu einer "Verpuffung" und dadurch zu einer starken Rauchentwicklung in dessen Wohnung. Es wurde sofort die Feuerwehr alarmiert und die weiteren Bewohner des Hauses durch Klopfen/ Klingeln an den Wohnungstüren durch die Polizeistreife der Polizeistation Hessisch Lichtenau geweckt, damit diese rechtzeitig das Haus verlassen konnten.

Der 43-jährige Bewohner der gegenüberliegenden Dachgeschosswohnung verließ selbstständig seine Wohnung, zog sich dabei aber Brandwunden im Gesicht und Nacken sowie eine starke Rauchgasintoxikation zu, so dass er mittels Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wurde.

Der tatverdächtige 43-Jährige wurde zur Polizeistation sistiert, da er erheblich alkoholisiert war. Ein durchgeführter Test ergab einen Wert von ca. 2,3 Promille; eine Blutentnahme wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft durchgeführt.

Die Feuerwehren aus Hessisch Lichtenau und Fürstenhagen löschten das Feuer in der Nacht und verhinderten dadurch, dass das Feuer auf weitere Wohnungen übergriff. Bis auf die brandbetroffene Wohnung waren nach erster Begutachtung die anderen Mietwohnungen weiter bewohnbar, so dass die in der Nacht evakuierten Bewohner in ihre Wohnungen im Erdgeschoss und in der ersten Etage zurückkehren konnten.

Das Feuer war um 2.13 Uhr gelöscht. Der Schaden wurde auf ca. 100.000 Euro geschätzt. Weitere Personen wurden nicht verletzt. Der 43-jährige Tatverdächtige wird nach Ausnüchterung im Verlauf des heutigen Tages durch das zuständige Kommissariat der Regionalen Kriminalinspektion polizeilich vernommen, die ebenfalls die Ermittlungen am Brandort zur Klärung der Brandursache aufgenommen haben.

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