Brandschutz: Land soll Freiwillige Feuerwehren stärker unterstützen

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Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren sollen im 4,2 Kilometer langen A44-Tunnel allein für Sicherheit sorgen. Nach Ansicht des Landes ist dies die Aufgabe der Gemeinden.

Die Freiwilligen Feuerwehren bemängeln steigende Bürokratie und mangelnde Unterstützung 

Region. Der Brandschutz der Tunnel ist laut dem Land Hessen kommunale Aufgabe. Um die Feuerwehren zu unterstützen, stellte man einmalig Ausrüstung zur Verfügung. Vor allem Atemschutzgeräte und Ausrüstung, die man in verrauchten Tunneln benötigt, wurden angeschafft, die die Wehren auch im Alltag nutzen können. Die Fahrzeuge in den betroffenen Kommunen werden vom Land Hessen mit zehn Prozent gefördert.

Doch zum einen sind die Kosten für die Neuanschaffungen der Feuerwehrfahrzeuge gestiegen, zum anderen mussten sich die Wehren selbst darum bemühen, die Ausrüstung überhaupt verstauen zu können. Vor allem muss die Ausrüstung auch zum Ein­satz­­­ort transportiert werden. „Da mussten wir ein wenig improvisieren. Aber das größere Problem ist, dass wir die Wartungskosten und Folgebeschaffung im Moment selbst finanzieren müssen“, erklärt Lichtenaus Stadtbrandinspektor Steffen Rödel. In Helsa hat man neben den zwei Wärmebildkameras vom Land noch weitere in Eigenleistung beschafft, damit alle Fahrzeuge entsprechend ausgerüstet sind“, so Bürgermeister Tilo Küthe.

Zudem sind die bürokratischen Aufgaben in den vergangenen Jahren immer mehr geworden. In einigen Wehren gibt es daher nicht mehr nur einen Stadtbrandinspektor und Stellvertreter, sondern auch noch einen zweiten Stellvertreter, der bei der Bürokratie hilft. Ehrenamtlich. Zwar zahlt das Land Hessen die Aus- und Fortbildungen der Freiwilligen Feuerwehrleute, doch der Personalmangel ist ein größeres Problem. Die Wehren kämpfen schon länger mit fehlenden Einsatzkräften.

„Die meisten Freiwilligen Feuerwehrleute arbeiten tagsüber, stehen der Wehr dann nicht zur Verfügung. Hilfreich wäre es, wenn etwa Personal der Stadtverwaltung geschult werden könnte, das tagsüber aushelfen könnte“, so Rödel. In Helsa selbst sind bereits viele Personen der Verwaltung in der Feuerwehr. Dort liegt die Wehr direkt neben der Gemeindeverwaltung. Eine Berufsfeuerwehr wird es für die Autobahn nicht geben, da diese von der jeweiligen Gemeinde finanziert werden müsste.

Ein Fahrzeug mit einer neunköpfigen Besatzung, das 24 Stunden am Tag bereitsteht, würde Personalkosten von rund einer Million Euro bedeuten. In Helsa müsste man allein dafür die Grundsteuer verdoppeln. „Eine Berufsfeuerwehr könnte es nur dann für den Hirschhagentunnel geben, wenn das Land diese trägt, was sehr unwahrscheinlich ist“, so Küthe. Mit einer Berufsfeuerwehr wären die Zeiten bis zum Eintreffen am Unfallort deutlich kürzer.“

Retter fordern mehr Unterstützung vom Land

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