Braugerste ausgesät: Bier wächst auf den Feldern

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Zwei Landwirte haben bereits die Braugerste für die Eschweger Klosterbräuerei auf ihren Feldern gesät.

Eschwege. Auf den Feldern der Landwirte Strauß und Menthe wächst Bier – zumindest im Anfangsstadium. Hier ist der Beginn des  "Eschweger Klosterbräu", denn auf diesen Feldern wächst die für das Bier so wichtige Braugerste.Die Frühlingssonne und idealen Witterungsbedingungen haben die beiden Landwirte  aus Grebendorf ausgenutzt und die Braugerste auf ihren Feldern ausgesaet.In diesem Jahr wird wieder die 2-zeilige Sommergerste mit dem klangvollen Namen "Marthe" angebaut, welche für die Biere der Eschweger Klosterbrauerei zu Malz verarbeitet wird.

Die Braugerstenanbauer im Werra Meißner Land

Insgesamt 17 Landwirte im Werra-Meißner-Kreis gehören der Erzeugergemeinschaft "Braugerste aus dem Werra-Meißner-Land" an und bauen bereits seit 1999 ungefähr 500 Tonnen Braugerste jährlich an.Die regionale Wertschöpfungskette wird im Werra-Meißner-Kreis erfolgreich geschlossen und hiervon haben alle was: Der Endverbraucher erhält ein Produkt aus seiner Region, die Brauerei erhält zuverlässig hochwertige Zutaten aus der Region, die Natur profitiert, da der Anbau von Braugerste umweltschonend ist und der Landwirt hat verbindliche Abnehmer für seine Ernte.

Die Braugerstenzeit auf dem Feld

Braugerste wird nach festgelegten Qualitätskriterien unter umweltschonenden Bedingungen angebaut und ist eine Frucht, die auf Grund der Qualitätsanforderungen der Brauereien nur mit geringem Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln angebaut werden darf. Nach der Ernte im Juli/August liefert der Braugerstenanbauer die Gerste an die Erfassungsstellen in Eschwege, Witzenhausen und Hedemünden. Hier wird die Braugerste wenn nötig getrocknet, gereinigt  und bei konstanter Temperatur um zwölf Grad in Silos gelagert, bis die Mälzerei die Gerste abholt.

Malz bestimmt den Charakter

Malz entsteht in der Mälzerei durch natürliches Keimen der Braugerste. Gerstenkörner enthalten Kohlehydrate, Proteine und Vitamine. Durch die gezielte Auswahl der Temperatur beim "Darren" bzw. Trocknen entscheidet der Mälzer über Farbe und Geschmack des Malzes. Malz ist ein besonders wichtiger Rohstoff für ein gutes Bier, denn Malz gibt dem Bier seine Geschmacksfülle und seine Farbe.Zu Beginn des Brauprozesses wird das Braumalz, das in einem Malzsilo gelagert wird, in der Schrotmühle gemahlen. Anschließend wird das Malzschrot im Maischbottich mit Wasser vermischt und erhitzt. Im Läuterbottich werden die festen Bestandteile von der Flüssigkeit getrennt. Die Flüssigkeit, welche nun Würze genannt wird, wird in der Sudpfanne nun der Hopfen hinzugefügt. Je mehr Hopfen, desto herber schmeckt das Bier.

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