Erste Ortschaften im Kreis haben schnelles Internet

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(v.li.) Andreas Nickel (Bürgermeister Großalmerode), Georg Matzner (Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung), Michael Heußner (Bürgermeister Hessisch Lichtenau), Stefan Reuß (Landrat Werra-Meißner-Kreis), Kathrin Laurier (Geschäftsführung Breitband Nordhessen GmbH), Dr. Michel Koch (Landrat Hersfeld-Rotenburg) sowie Eckart Liebelt (Geschäftsführer Netcom Kassel).

Seit heute haben Rommerode, Friedrichsbrück und Hirschhagen schnelles Internet. 21 Orte im Kreis folgen noch in diesem Jahr

Werra-Meißner. In Rommerode, einem Stadtteil von Großalmerode sowie in Friedrichsbrück und Hirschhagen (Hessisch Lichtenau) hat im Kreis die Zukunft begonnen: Der erste Kabelverzweiger im Werra-Meißner-Kreis ist aktiviert und damit das nordhessische Breitbandnetz vor Ort eröffnet worden.

Damit ist jetzt das vierte Teilstück der regionalen Datenautobahn für schnelles Internet in Nordhessen und somit das erste Stück im Kreis ans Netz gegangen. „Durch den Anschluss an das Hochgeschwindigkeitsnetz bleibt unser Landkreis ein attraktiver Wirtschafts- und Lebensraum und wir können die Wettbewerbsfähigkeit stärken“, so der Landrat des Werra-Meißner-Kreises Stefan Reuß. Zudem ist die rechtliche Beschränkung für Vectoring gefallen. „Die Netcom Kassel wird mit der sogenannten VDSL-Technologie die gleiche Zugangstechnologie wie alle übrigen Marktteilnehmer verwenden.

Der einzige Unterschied war lediglich, dass aufgrund von EU-Vorgaben für öffentlich geförderte Projekte der Netzbetreiber, die Netcom Kassel, derzeit noch kein VDSL-Vectoring einschalten durfte. Nun sind Zugangsbandbreiten von bis zu 100 Mbit/s möglich“, erläuterte Landrat Stefan Reuß. Ziel der BNG ist es, bis 2019 in Nordhessen möglichst alle der zuvor schlecht versorgten rund 570 meist sehr kleinen Ortsteile für eine Übertragungsgeschwindigkeit von zunächst bis zu 50 Megabit pro Sekunde auszubauen. Dann solle die Netzinfrastruktur mit rund 2200 Kilometern Glasfaserkabel geschaffen sein, die das Signal zu den Einwohnern in die Ortsteile leitet. Die politischen Akteure betonten auch noch einmal die Bedeutung für die Wirtschaft.

Unter anderem in Großalmerode erhofft man sich nun, zukünftig mehr Gewerbegrundstücke verkaufen zu können. Während der Ausbauarbeiten werden die Glasfaserleitungen in einer Ringstruktur gebaut, um zu gewährleisten, dass es später keine Ausfälle bei einem möglichen Leitungsschaden gibt, denn das Signal kann dank des Rings von zwei Seiten herangeführt werden.

Die Netcom Kassel wird einen Service für den Anbieterwechsel bereitstellen. Es geht hierbei nicht um den Anschluss in Städten und größeren Orten - dort ist der Ausbau der Infrastruktur für die konventionellen Anbieter von Telekommunikation wegen der großen Dichte an Kunden attraktiv genug. Die Breitbandgesellschaft bereitet vielmehr den Anschluss in den rund 570 Ortsteilen vor, deren Versorgung sich für einen gewöhnlichen Netzanbieter kaum lohnen würde. Für das Projekt sind 128 Millionen Euro veranschlagt. Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen gewährt ein zinsgünstiges Darlehen, für das das Land Hessen bürgt.

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