Neue Broschüre zeigt alternative Wohnformen im Alter

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Ilona Friedrich, Myriam Lamotte Heibrock und Ulrike Mathias (v. l.) vom Fachbereich Jugend, Familie, Senioren und Soziales des Werra-Meißner-Kreises stellen mit Landrat Stefan Reuß die neue Broschüre „Wohnen für alle“ zum Thema barrierefreies Wohnen vor.

Dis Broschüre fasst alle Informationen zum Thema „Barrierefreies Wohnen" zusammen.

Eschwege. „Der Wunsch möglichst lange selbstständig und heimatnah zu leben treibt viele ältere Menschen um, dazu gibt es Erhebungen, Statistiken und wir hören es in Gesprächen ganz oft“, sagte Landrat Stefan Reuß bei der Vorstellung der neuen Broschüre des Werra-Meißner-Kreises zum Thema barrierefreies Wohnen. Der Kreis hat in dem Informationspapier gute Beispiele zusammen getragen, wie Wohnformen im Alter aussehen können.

Anreize schaffen

„Wir wollen Anreize schaffen und sensibilisieren auch Kommunalpolitiker und Investoren. Das Seniorenbüro ist da Vorreiter, das ist ein Zukunftsthema hier im Kreis,“ sagt Ilona Friedrich die Leiterin des Fachbereichs für Jugend und Familie, Senioren und Soziales. Gerade in der derzeitigen Niedrigzinsphase sei die Investition in eine selbstgenutzte oder vermietete barrierefreie Immobilie wirtschaftlich interessant, so der Landrat. Allerdings wäre es nicht im Interesse des Kreises, Anlagen irgendwo auf der „Grünen Wiese“ zu errichten. Das Seniorenbüro des Kreises berät nicht nur über bestehende Wohneinrichtung, es informiert auch über Umbaumöglichkeiten in den eigenen vier Wänden und weist den Weg durch den Dschungel der Fördermöglichkeiten beim Bau von barrierefreiem Wohnraum. In einem Statistikteil wird belegt, wie die Wohnsituation von Menschen ab 55 im Landkreis aussieht und welche Entwicklungen und Bedarfe zu erwarten sind.

Beispiele aus dem Kreis

Als Beispiele aus dem Landkreis werden vorgestellt: Das Concierge-Wohnen in Eschwege in der Bahnhofstraße, das Stadthaus im Brühl, die ambulante betreute Wohngemeinschaft „im Baumgarten“ in Eschwege-Niederhone, Wohnbeispiele in Hessisch Lichtenau, das Apartmenthaus in der Döhlestraße in Eschwege und das Projekt „Wohnen für Hilfe” aus Witzenhausen.

Neue Wohnformen Im „Blick über den Tellerrand“ geht es um alternative Wohnformen für ältere Menschen in anderen Regionen Deutschlands, die als Anregungen dienen sollen. In vielen Gesprächen mit älteren Menschen hat sich herausgestellt, dass „alt werden, ohne verpflanzt werden zu müssen“, der Wunsch vieler älterer Menschen im Kreis ist, so Landrat Stefan Reuß. Die Broschüre zeigt Wege auf, wie man diesem Ziel ein Stück näher kommen kann.

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