Schule ohne Rassismus: Brüder-Grimm-Schule in Netzwerk aufgenommen

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Die Schüler der Brüder-Grimm-Schule präsentieren stolz das Plakat „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Die BGS ist die erste Schule im Kreis, die sich aktiv für eine Schule ohne Rassismus einsetzt.

Brüder-Grimm-Schule ist im Netzwerk „Schule Ohne Rassismus- Schule mit Courage” aufgenommen

Eschwege . Als erste Schule im Werra-Meißner-Kreis wurde die Brüder-Grimm-Schule in das Netzwerk „Schule gegen Rassismus-Schule mit Courage” aufgenommen. Bei der Feierstunde in Anwesenheit des Schirmherren der Schule, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Michael Roth, von Bürgermeister Alexander Heppe, Ilona Friedrich von der Bürgerstiftung Werra-Meißner, Horst Pipper als Vertreter des Landrates begrüßte die Schulleiterin Ute Walter die Gäste. Sie betonte, dass die Schule keinen Preis bekommt, sondern die Unterstützung und den Ansporn des Netzwerkes. Es zeigte sich bei der Feierstunde, dass die Schüler das Thema schon intensiv überdacht haben.

Vorreiter im Kreis

„Ich bin stolz sagen zu können, dass wir nun auch eine von 2.000 Schulen sind, die den Titel „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage” trägt. Damit zeigen wir als erste Schule im Werra-Meißner-Kreis, dass wir uns aktiv für eine Schule ohne Rassismus einsetzen. Dass wir uns für ein friedliches Miteinander und eine angenehme Atmosphäre einsetzen, ganz nach unserem Schulmotto „Sich wohl fühlen und etwas leisten“, fasste es die Klassensprecherin der Klasse G8b, Belkisa von Ehr, in ihrer Rede zusammen.

Von ihrer Klasse ging, angeregt durch Lehrerin Tina Pfeiffer, die Initiative aus, sich für das Netzwerk zu bewerben. „Unsere Klasse ist gerne und oft sozial engagiert, da haben wir uns der Aufgabe schnell angenommen und waren so von Anfang an mit Feuer und Flamme dabei“, berichtet die Klassensprecherin. Die Schüler haben schon an einem Workshop in Frankfurt zum Thema „Diskriminierung und Rassismus“ teilgenommen und die Ergebnisse an ihre Mitschüler weiter gegeben.

Über 70 Prozent Zustimmung

70 Prozent der Schüler müssen durch ihre Unterschrift die Unterstützung des Projektes zusagen, damit die Schule Teil des Netzwerkes werden kann. „Die 70 Prozent, die wir gebraucht hätten, haben wir mit Leichtigkeit erreicht“, berichtet Belkisa von Ehr. Der Schulsprecher, Kosta Panou, bedankte sich bei allen, die das Projekt unterstützen und betonte dabei besonders das Engagement der Klasse G8b. In seiner Rede appelliere er an das Gebot der christlichen Nächstenliebe, „auch ein Fremder ist ein Nächster“, betonte er. Und ging auch auf das Wertesystem des Grundgesetzes ein.

„Wir sollten in uns den Gedanken stärken, dass alle Menschen den gleichen Wert haben und dass man – um unser Glückes willen – Freiheit und Wohlstand mit anderen teilen soll. Das heißt Zuwanderung – wie sie auch schon seit Jahrhunderten üblich war – sollte als Chance begriffen werden und Rassismus, also die Abwertung anderen, darf an unserer Schule keinen Platz haben.“

Michael Roth: "Buntheit und Vielfalt anerkennen"

Staatsminister Michael Roth bedankte sich für die Einladung und forderte dazu auf, die „Buntheit und Vielfalt unserer Gesellschaft anzuerkennen, auch wenn das manchmal etwas anstrengend sein kann.“ „Ihr könnt mit eurer Haltung im Kleinen dazu beitragen, dass die Welt ein bisschen friedlicher wird“, spornte er die Schüler an und betonte auch, dass man nicht darauf warten muss, dass ältere oder erfahrenere Menschen voran gehen.

Bürgermeister Alexander Heppe bedankte sich im Namen der Kreisstadt dafür, dass sich die ganze Schule hinter eine Idee stellt. Ilona Friedrich berichtete, dass sie nicht lange überlegen mussten, ob sie das Projekt von Seiten der Bürgerstiftung unterstützen sollten. Sie hofft, dass sich auch andere Schulen engagieren werden und versprach mehr finanzielle Unterstützung durch die Stiftung, wenn es um kleinere Projekte geht. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von Liedbeiträgen des Chores der Klasse G5b und einem syrischen Lied, vorgetragen von Lana Takrore.

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