Mehr Familie – in die Zukunft, fertig, los

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Sie haben zusammen den Aktionstag für das Bündnis für Familie organisiert. Für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und für Fachkräftesicherung: Sparkassenvorstand Frank Nickel, Stephan Schenker von der Kreishandwerkerschaft, Oliver Brunkow von der Wirtschaftsföderungsgesellschaft, Dr. Michael Ludwig IHK Kassel, Ilona Friedrich Fachbereichsleiterin für Jugen, Familie und Senioren des Landkreises und, Landrat Stefan  Reuß.

Bündnis für Familie, IHK, Kreishandwerkerschaft, WFG und Sparkasse beleuchten das Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“

Eschwege - „Mehr Familie – In die Zukunft, fertig, los“ lautet das Motto des bundesweiten Aktionstag der Lokalen Bündnisse für Familie, an dem sich auch der Werra-Meißner-Kreis beteiligt. Am 9. Mai, um 18 Uhr findet in der Hauptstelle der Sparkasse Werra-Meißner, Moritz-Werner-Straße dazu die zentrale Veranstaltung statt.

Interessante Fachvorträge

Prof. Dr. Holger Bonin wird den Fragen nachgehen, „Wie werden Familien in 20 Jahren leben? Schafft die Digitalisierung mehr Freiräume für das Familienleben? Können Eltern ihre Wünsche, Erwerbs- und Sorgearbeit gleichberechtigt zu teilen, besser umsetzen? Kommen wieder mehr Kinder? Und wie entwickelt sich die Familienpolitik? Im zweiten Vortrag des Abends wird sich Dr. Roswitha Wöllenstein von der IHK Kassel-Marburg über die Fachkräftesicherung im ländlichen Raum sprechen.

Unternehmen müssen mit ins Boot geholt werden

Neu ist die Kooperation von Werra-Meißner Kreis, vertreten durch das Bündnis für Familie, der IHK Kassel-Marburg, der Kreishandwerkerschaft, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und der Sparkasse Werra-Meißner. Bei der Vorbereitung der Veranstaltung zum 10-jährigen Bestehen des Bündnisses für Familie hat sich im letzten Jahr herausgestellt, dass „wir die Unternehmen für das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf mehr sensibilisieren müssen. Wir wollen mit der Veranstaltung, das Thema Familie und „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ (Kinderbetreuung, Pflege) in die Unternehmen hineintragen und auch deutlich machen, dass in Zeiten des Fachkräftemangels Unternehmen, die eine familienfreundliche Unternehmenskultur leben und z.B. flexible Arbeitszeiten anbieten, einen Vorteil beim Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte haben werden. Deshalb freue ich mich über diese Kooperation, die Rädchen müssen ineinander greifen“, erläuterte Ilona Friedrich Fachbereichsleiterin des Kreises für Jugend, Familie den Grund für die Zusammenarbeit. „Wir möchten dieses ganz spezielle Thema mit neuen Impulsen beleuchten. Wie bekommen wir die Fachkräftesituation im ländlichen Raum gesichert. Wie schaffen wir es die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch differenzierte Betreuungsangebote und veränderte Rahmenbedingungen in den Branchen zu verbessern“, fasste es der Landrat Stefan Reuß zusammen. „Der Markt für qualifizierte Arbeitskräfte ist überschaubar, man kann sie nur halten über Entlohnung, Komfortmerkmale und flexible Arbeitszeitmodelle“, berichtete der Vorstand der Sparkasse Werra-Meißner, Frank Nickel von den Erfahrungen in seinem Unternehmen, mit mehr als 300 Mitarbeiter, die zu einem großen Anteil in Teilzeit arbeiten und zu mehr als der Hälfte Frauen sind.

Bleibestrategie für qualifizierte Mitarbeiter

Die Unternehmen der Region brauchen gegen den Fachkräftemangel Bleibestrategien für qualifizierte Mitarbeiter. „Es geht darum die Leute zurück in die Region zu holen und das geht nur, wenn man in der Lage ist attraktive Arbeitsplätze zu bieten“, dazu gehört auch die Balance zwischen Familie und Arbeit, so Dr. Michael Ludwig. Die IHK-Kassel Marburg berät ihre Mitglieder zu diesem Themenkomplex bereits seit einiger Zeit.

Bunte Vielfalt an Arbeitsplätzen

Stephan Schenker von der Kreishandwerkerschaft hält es außerdem für wichtig, den jungen Menschen und auch ihren Eltern Perspektiven für eine Ausbildung im Landkreis aufzuzeigen. „Wir müssen dem Trend entgegen wirken, dass nur Abi, Fach-Abi und Studium Karrierechancen bietet. Auch ein qualifizierter Abschluss im Handwerk bietet Entwicklungschancen“, so Schenker. Ganz ähnliche Ansätze hat auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Mit verschiedenen Maßnahmen will sie das Bewusstsein dafür stärken, was der Werra-Meißner-Kreis zu bieten hat. „Es gibt in der Region eine solche Vielfalt an Arbeitsplätzen. Aus Fachkräften werden nur dann richtig gute Mitarbeiter, wenn es auch für die Familien stimmt, berichtet Oliver Brunkow von den Erfahrungen der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Interessante Impulse für Arbeitgeber, Personaler und Menschen, die sich für das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf interessieren versprechen die beiden Vorträge. Um eine Anmeldung bis zum 3. Mai 2017 unter S 05651/3021403 oder per E-Mail an saskia.eisenhuth@werra-meissner.-kreis.de wird gebeten.

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