Sieben Tage die Woche im Einsatz - Bürgermeister Finn Thomsen zieht Bilanz

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Seit dem 11. Juni ist Finn Thomsen Bürgermeister von Großalmerode. Am 18. September ist er dann 100 Tage im Amt

Seit dem 11. Juni ist Finn Thomsen Bürgermeister von Großalmerode. Heute ist er dann 100 Tage im Amt

Großalmerode. Seit 100 Tagen ist Finn Thomsen inzwischen Bürgermeister von Großalmerode. Sein Fazit fällt bisher positiv aus, doch es ist noch ein weiter Weg, bis alle Pläne und Ideen umgesetzt werden können. Dafür hat Thomsen aber noch rund fünf Jahre und etwa 260 Tage Zeit. Der parteilose 28-Jährige möchte vor allem den Auftritt der Stadt verändern und so neue Bürger anlocken.

„Unser Standortmarketing, müssen wir noch weiter ausbauen“, erklärt Thomsen. In Hinblick auf die derzeitige Wohnraumentwicklung in Kassel und der Umgebung möchte er, dass sich Großalmerode als lebenswerte Stadt mit der Nähe zu Kassel als Wohnort weiterentwickeln kann.

Großalmerode besser vermarkten

„Wir sind dabei Grundstücke entsprechend zu bewerben und wollen mit einem Fertighausunternehmen zusammenarbeiten“, erklärt der Bürgermeister. Die Digitalisierung sei dabei ein zentraler Schlüssel. Erste Anzeichen für die gelungene Neuvermarktung sieht er etwa beim Freibad: „Durch den Auftritt in sozialen Medien sind Menschen auch außerhalb von Großalmerode auf unserer Panoramabad aufmerksam geworden und haben es besucht“, so Thomsen. Viel ist dies noch nicht, aber ein erstes Anzeichen, dass die neue Vermarktung wirkt, die nun konsequent weiterentwickelt werden muss.

Vor allem das Engagement der Bürger sei in Großalmerode bemerkenswert, der Zusammenhalt entsprechend groß. Ein Beispiel hierfür sei etwa das Schmücken des Brunnens auf dem Marktplatz. Auch die Änderungen auf den Friedhöfen in Großalmerode und Rommerode – etwa die Schaffung von Plätze für Urnengräber – sei inzwischen auf den Weg gebracht. Aber auch Themen wie der Jugendbeirat und die Neubesetzung sowie Umgestaltung bei der Feuerwehrführungen sind bereits angegangen worden. „Gut stehen wir vor allem im Bereich der ärztlichen Versorgung da. Ich habe hierzu Gespräche mit den beiden Hausarztpraxen geführt, um mir ein besseres Bild über die ärztliche Versorgung vor Ort machen zu können. Mit der Möglichkeit von Hausbesuchen durch Arzthelferinnen sind wir gerade für Senioren gut aufgestellt“, erklärt Thomsen.

Satzung für Straßenbeiträge muss überarbeitet werden

Einer der drängendsten Punkte sei in diesem Jahr laut Thomsen vor allem die Änderung der Satzung bezüglich der Straßenbeiträge. Hier müsse nach der Landtagswahl geklärt werden, ob und wie wiederkehrende Beiträge umgesetzt werden können. Man dürfe nichts überstürzen, müsse es aber noch in diesem Jahr für alle Beteiligten erfolgreich klären.

Die Arbeit mit den Stadtverordneten beschreibt Thomsen positiv: „Das Amt des Bürgermeisters ist immer parteiunabhängig und man muss mit allen Akteuren konstruktiv zusammenarbeiten. Es darf nicht persönlich werden in den Debatten, man muss gemeinsam sachlich an Lösungen arbeiten.“ An seinem Versprechen, ein Haus in Großalmerode zu bauen arbeite er fleißig, doch das Grundstück, welches er in Aussicht hatte hat sich jemand anderes geschnappt. Für ihn persönlich sei dies Schade, doch es zeige eben auch, dass sich inzwischen auch andere Menschen in Großalmerode neu ansiedeln.

„Wenn man neu bauen möchte, will man natürlich nicht irgendwo ein Haus errichten, es soll möglichst alle Kriterien erfüllen, die man an sein neues Zuhause stellt. Er zeigt sich aber zuversichtlich dieses Versprechen zu erfüllen. Die Erfüllung der Pflichten als Bürgermeister stehen aber an erster Stelle. „Das Amt ist ein Beruf, den man sieben Tage die Woche lebt, auch am Wochenende und Abend.“

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