Neuer Bürgermeister Neu-Eichenbergs ist bis zum Amtsantritt auf Streife

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Jens Wilhelm ist Streifenpolizist.

Bis Juli wird Jens Wilhelm weiterhin seinem Job als Polizist in Eschwege nachgehen

Neu-Eichenberg. Kürzlich wurde der gebürtige Werleshäuser, Jens Wilhelm, zum neuen Bürgermeister der Gemeinde Neu-Eichenberg gewählt. Mit 640 von 1.052 gültigen Stimmen und somit mit 60,8 Prozent wurde der 47-Jährige als Nachfolger der amtierenden Bürgermeisterin Ilona Rhode-Erfurth auserwählt. Seit 2004 lebt Jens Wilhelm mit seiner Frau und seinem Sohn in Hebenshausen. Eines der fünf Dörfer der Gemeinde Neu-Eichenberg. Bereits von 2011 bis 2016 war er Mitgleid der Gemeindevertretung für die SPD. „Nach der Zeit war die Komunalpolitik eigentlich Geschichte, bis SPD-Ortsvereinsvorsitzender Jörg Klinge und die Bürgermeisterin mich im Sommer letzten Jahres fragten, ob ich mir nicht vorstellen könnte, mich als Bürgermeisterkandidat aufstellen zu lassen.“ Jens Wilhelm erzählt, dass die Nachfrage eine große Ehre für ihn war und auch eine Anerkennung für seine Arbeit in der Gemeindearbeit, sei es innerhalb der Gemeindevertretung, als erster Vorsitzender des FC 1928 Hebenshausen oder als passives Mitgleid in der Freiwilligen Feuerwehr.

Dennoch habe er nicht sofort „Ja“ gesagt. „Wenn man so eine Entscheidung trifft, muss auch die Familie mit Überzeugung dahinterstehen, sonst geht es nicht“, so Wilhelm weiter. Als er an dem Abend nach Hause kam und seiner Frau von den Plänen Klinges und Rhode-Erfurths berichtete, war sie ebenfalls überrascht, sagte ihm aber sofort ihre Unterstützung zu. „Mir war besonders wichtig, dass wir diese Entscheidung zusammen treffen. Auch der Faktor Arbeit war ein Thema, was mich beschäftigt hat. Als Beamter in Deutschland wird man für die Zeit, in der man in der Politik tätig ist, von seiner eigentlichen Stelle freigestellt um, wie ich, Hauptamtlicher Bürgermeister einer Gemeinde sein zu können“ erklärt der Diplomverwaltungswirt im Polizeidienst. Bis seine Amtszeit im Juli diesen Jahres beginnt wird Jens Wilhelm also sicher noch oft als Streifenpolizist unterwegs sein, wenn er nicht gerade ein Seminar in der Akademie für Kommunalpolitik besucht. Das hat er sich nämlich vorgenommmen und sich schon bei einem Kurs mit dem Thema ‘kompletter Haushalt’ angemeldet. Bevor es aber zu der Wahl und letztendlich zum Sieg derer kam, bedurfte es einer Menge Vorarbeit und Formulierung von Zielen, die er als Bürgermeister umsetzen würde. Hierzu setzte sich Wilhelm hin und schrieb ganz subjektiv erst einmal auf, was seine eigenen Wünsche für die Zukunft der Gemeinde wären. Er formulierte vier große Themen: Das Leben, das Miteinander, die Mobilität und die Zukunft von Neu-Eichenberg. Zum Beispiel plädiert er beim Themenpunkt ‘Leben’ für attraktive Neubaugebiete mit der passenden Infrakstruktur für Familien mit Kindern drumherum und das alles unter dem Motto der generationsübergreifenden Angebote und Nachbarschaftshilfe.

Im Bereich des ‘Miteinanders’ möchte Wilhelm das „Wir-Gefühl“ stärken, sei es durch Vereine, Ehrenamt oder einem Markt der Möglichkeiten. Mit diesem „Wir-Gefühl“ zog er vor den Wahlen los, um sich in jedem Dorf, in jedem Haus vorzustellen. „ Ich war an jeder Haustür, um mich bei den Leuten persönlich vorzustellen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und um ihnen zu zeigen, dass ich für sie da sein möchte und ihnen zuhöre.“ Wie es scheint hatte genau das Erfolg und die ganze Anspannung von fünf Monaten Wahlkampf fiel bei der Verkündung des Sieges von ihm, seiner Frau und seinem Sohn ab.

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