Bundesminister Christian Schmidt besucht Milchviehbetrieb Wagner in Datterode

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(V.li.) Bundestagskandidat Timo Lübeck, Bundesminister für Landwirtschaft und Ernährung, Christian Schmidt, Landwirt Norman Wagner und die Landtagsabgeordnete Lena Arnoldt.   

Bundestagskandidat Timo Lübeck lud den Bundesminister für Landwirtschaft und Ernährung, Christian Schmidt, zur Besichtigung des Milchviehbetriebs in Datterode ein.

Datterode - Beeindruckt zeigte sich der Bundesminister für Landwirtschaft und Ernährung, Christian Schmidt, der auf Einladung des CDU-Bundestagskandidaten Timo Lübeck dem Milchviehbetrieb der Familie Wagner in Datterode einen Besuch abstattete. Mit dabei auch die beiden Vertreter der Kreisbauernverbände Friedhelm Diegel (Hersfeld-Rotenburg) und Torsten Möller (Werra-Meißner) sowie Landrat Dr. Michael Koch, der Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich und die Landtagsabgeordnete Lena Arnoldt.

Mut zur Investition in Krisenzeiten

Insbesondere den Mut der Familie Wagner in Zeiten zu investieren, wo die Milchpreise ganz unten sind, bewunderte Schmidt. Denn der Betrieb hat erst im Jahr 2015 eine komplett neue Anlage errichtet, die im März 2016 das erste Mal in Betrieb genommen wurde. Nicht selbstverständlich bei der stetig sinkenden Anzahl von Milchviehbetrieben, die nicht nur im Werra-Meißner-Kreis zu verzeichnen ist. Waren es im Jahr 2009 noch 147 Unternehmen, so hat sich die Anzahl mittlerweile fast halbiert. „Die Milch ist mir ein Anliegen“, machte Christian Schmidt deutlich und signalisierte, dass er sich sich auch weiterhin stark für die kleinen Betriebe machen möchte. „Die Herausforderungen sind groß geworden. Von daher möchten wir mittlere und kleinere Betriebe in der Agrarpolitik unterstützen“, so Schmidt weiter.

Bundesminister Christian Schmidt (vorne) begibt sich auf den Weg zur Melkanlage.

Mehr Zeit für Stall und Acker

Auch nach 2020 wolle man für die Fortführung der Direktzahlungen eintreten. Zudem strebe er an, den bürokratischen Aufwand für Verwaltung und Betriebe zu reduzieren. „Wir wollen, dass den Landwirten mehr Zeit für Stall und Acker bleibt. Deshalb wollen wir insbesondere durch mehr Ausnahmeregeln für kleine Betriebe und die Verhinderung von Mehrfachkontrollen eine Entlastung schaffen.“ Die Vorsitzenden der Kreisbauernverbände hingegen appellierten an den Minister, sich für eine Reform des Ausgleichflächensystems einzusetzen. „Die einzig faire Lösung sind wiederkehrende regelmäßige Entschädigungsbeiträge.“

Einzelhandel muss in die Pflicht genommen werden

„Der Einzelhandel muss mit in die Pflicht genommen werden“, so der Bundesminister für Landwirtschaft und Ernährung, der sich sicher ist, dass auch bei steigenden Preisen die Beständigkeit der Nachfrage nach Milchprodukten bestehen bleiben wird.

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