Werratalsee: Eschweger SPD spricht sich gegen Dammabdichtung aus

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Rettung des Werratalsees: SPD zeigt eigenen Lösungsweg auf.

Eschwege. „Die Dammabdichtung ist ein teures Abenteuer mit ungewissem Ausgang“, sagen die Sprecher der Eschweger SPD-Fraktion Alexander Feiertag und Stefan Fiege. In dem im Oktober vorgestellten Gutachten war die Einbringung einer Spundwand aus Kunststoff in den Damm zwischen Werra und See als Verfahren empfohlen worden, um die Wasserqualität des Werratalsees dauerhaft zu verbessern.

Nach gründlicher Prüfung des Gutachtens sind die SPD-Stadtverordneten zu dem Schluss gekommen, dass dieses Vorgehen zwar zum Erfolg führen könnte, aber zu viel Zeit kosten würde. Die eingesetzten Materialien sind nicht zugelassen, das Verfahren sei wurde noch nie angewendet. Wie lange es dauern werde, bis alle Genehmigungsverfahren abgeschlossen seien, sei unbekannt, der Gutachter geht von mehreren Jahren aus. Nach Ansicht der SPD-Fraktion braucht man aber ein „schnelles und kostengünstiges Verfahren, das zuverlässig zum Ziel führt“, sagt Alexander Feiertag.

Für die SPD-Fraktion ergibt sich aus dem Gutachten nur die Angleichung der Wasserspiegel von See und Werra als Lösung des Dauer-Problems. „Der Wasserspiegel des Sees sollte stufenweise erhöht werden, jeweils in Schritten von 10 Zentimetern. Auf diese Weise erreicht man eine maximale Minimierung des Stoffeintrags aus der Werra in den See ohne technische Bauten.“ Zu den gegen die Seeanhebung erhobenen Bedenken, dass Wohngebiete und landwirtschaftliche Flächen in Grebendorf vernässen könnten, erläuterte Stefan Fiege weiter, dass nach jedem Schritt der Anhebung amtlich geprüft werden solle, ob es tatsächlich zu Venässungen kommt, wenn dies der Fall wäre, könne man gezielte Gegenmaßnahmen einleiten. „Das kann eine Chance sein. Wenn es zu Problemen kommt, kann man auf wesentlich kleinerem Raum eine Spundwand mit einer konventionellen Methode einbauen“, erklärte Fiege. Schon 2007 habe die SPD diesen Lösungsansatz vorgeschlagen. „Wir sind jetzt zehn Jahre später, der See droht umzukippen, diese Verzögerung ist sehr ärgerlich“, sagte Alexander Feiertag. Die SPD-Fraktion erwarte von der Verwaltung jetzt Handlungsempfehlungen und die Beantragung der Genehmigung für eine Wasserstandanhebung beim Regierungspräsidium in Kassel durch die Verwaltung. (esb)

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