Demo in Witzenhausen gegen Fremdenhass und Rechte Gewalt

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Widersprüchliche Meldung sorgt für Verwirrung – Demo in Witzenhausen gegen Fremdenhass und Rechte Gewalt

Witzenhausen. Gegen Fremdenhass und Rechte Gewalt organisierte eine Gruppe aktiver Studenten der Uni Witzenhausen am Dienstagnachmittag eine Mahnwache, sowie eine Demonstration am Donnerstag.Die Demonstration mit über 100 Teilnehmern begann um 18 Uhr am Nordbahnhof und endete in einer Versammlung auf dem Marktplatz.Anlass der Veranstaltungen waren tätliche Übergriffe gegen Flüchtlinge und ausländische Mitbürger, die in Witzenhausen stattgefunden hatten, so die Erklärung der Organisatoren.

Widersprüchliche Informationen

Hatte der tätliche Übergriff im Erntefestzelt gegenüber mindestens zwei Personen öffentliche Empörung ausgelöst, sorgte der kürzlich stattgefundene Überfall auf einen 20-Jährigen für Verwirrung, da es hierzu widersprüchliche Informationen gab.

Wie die Polizei mitteilte, wurde am 11. November eine Körperverletzung angezeigt, die sich am Abend zuvor, um 23:20 Uhr, auf einem Wirtschaftsweg Richtung Wendershäuser Aue ereignet haben soll. Nach Angaben des 20-jährigen Geschädigten sei dieser zu Fuß in Richtung Witzenhausen unterwegs gewesen. In Höhe des Angelteiches sei er von drei ihm unbekannten Männern im Alter von 18 bis 20 Jahren attackiert und beleidigt worden. Dabei habe er durch eine abgebrochene Flasche leichte Schnittverletzungen im Gesicht und am Arm erlitten. Am Boden liegend sei er noch getreten worden.Die Ermittlungen der Polizei ergaben jedoch Zweifel an den Aussagen des Geschädigten. Dieser habe in einer erneuten Vernehmung gegenüber den Beamten angegeben, dass er sich die Verletzungen selbst zugefügt habe. Hintergründe seien im Bereich privater Probleme anzusiedeln, die zu dieser Handlung führten, so die Polizei. Gegen den 20-jährigen wird nun wegen Vortäuschen einer Straftat ermittelt.

,Angriff hat tatsächlich stattgefunden’

"Der junge Mann ist ein Teilnehmer eines unserer Qualifizierungskurse", äußerte sich Werner Gebing, Geschäftsführer der GNE (Gesellschaft für Nachhaltige Entwicklung mbH Witzenhausen) während der Mahnwache auf dem Marktplatz. Er setzt sich für seinen Schüler ein."Nach einem Gespräch mit unserer Sozialpädagogin des Jugendprogrammes zusammen mit dem Betroffenen kann ich sagen, dass der Angriff auf unseren Teilnehmer nach unser Ansicht tatsächlich stattgefunden hat", so Gebing. Und weiter: "Unser Teilnehmer konnte den Überfall einigermaßen gut abwehren, sonst wäre es schlimmer gekommen."Gebing forderte deshalb gemeinsam mit den Organisatoren der Demo, dass die Ermittlungen weitergeführt werden sollten.Bedenklich sei auch, so Gebing weiter, dass es sich um den Geschädigten nicht um einen Ausländer, sondern um einen deutschen Staatsbürger handele – so könne es Jeden treffen. Er forderte, dass jeglicher Überfall oder Angriff öffentlich gemacht werden und dazu Stellung bezogen werden solle – dies insbesondere bei rassistischem Hintergrund.

"Rechte Gewalt und Fremdenfeindlichkeit können wir hier am Universitäts- und Bildungsstandort Witzenhausen nicht gebrauchen", schloss Gebing.

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