Dorfentwicklung: Fördermittel fließen bis 2021

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In den sieben Eschweger Stadtteilen können Privatpersonen von Fördermitteln der Dorfentwicklung profitieren. Eine Erstberatung gibt es gratis.

Eschwege. Nach wie vor können Privatleute in den  Eschweger Stadtteilen bei Bauvorhaben von Mitteln der Dorfentwicklung profitieren. Darauf macht die Stadt Eschwege jetzt mit einer neuen Infobroschüre aufmerksam, die in einer Stückzahl von 5.000 Exemplaren in Albungen, Eltmannshausen, Niddawitzhausen, Niederdünzebach, Niederhone, Oberdünzebach und Oberhone verteilt wird.

Das Programm läuft noch bis 2021 und wird durch Mittel des Landes, des Bundes und der EU finanziert. Gefördert werden auch bauliche Investitionen in gewerbliche Vorhaben.

Kostenlose Erstberatung

"Das ist eine phantastische Möglichkeit", wirbt Bürgermeister Alexander Heppe für das Projekt und hebt vor allem die kostenlose Erstberatung für Grundstückseigentümer hervor, die die Stadt finanziert. Bislang hat Christoph Henke vom gleichnamigen Ingenieurbüro 103 solche Beratungsgespräche geführt – 49 Anträge sind bereits bewilligt, 24 Bauvorhaben bereits abgeschlossen. Insgesamt sind dafür Zuschüsse in Höhe von 500.000 Euro geflossen – bei einer Gesamtinvestitionssumme von 1,7 Millionen Euro.

Heppe freut sich vor allem darüber, dass auch junge Familien von dem Programm profitieren: "Das bringt junges Leben in unsere Dörfer." Zudem fungiere die Dorfentwicklung als Konjukturprogramm für das heimische Handwerk. "Es ist eine win-win-win-Situation", sagt der Bürgermeister, "die Hauseigentümer, die Stadt und die Betriebe profitieren."

Hoch im Kurs stehe derzeit vor allem die Dachdeckung und -dämmung, der Austausch von Fenstern und Türen, barrierefreie Umbauten und die Vergrößerung von Zimmern, erklärte Henke.

Bis zu 45.000 Euro Förderung

Bezuschusst werden bis zu 35 Prozent der förderfähigen Nettokosten – maximal 45.000 Euro – pro Bauvorhaben. Davon kann es auf einem Grundstück mitunter auch mehrere geben. "Damit können wir unsere Dörfer zukunftsfähig gestalten", ist Engelbert Thielemann, Fachbereichsleiter Planen und Bauen bei der Stadt Eschwege, überzeugt.

Einziges Manko: Die Förderung setzt erst ab einer Investition von 10.000 Euro ein – bei der Dorferneuerung lag diese Grenze noch bei 5.000 Euro. "Die Mittel sollen in Vorhaben fließen, die den Zustand der Gebäude substanziell verbessern", begründet Heppe die Vorgabe des Landes.

Von den kostenlosen Erstberatungen können übrigens nicht nur Grundstücksbesitzer profitieren, sondern auch Kaufinteressenten, die sich darüber informieren wollen, welche Bauvorhaben an ihrer Wunsch-Immobilie gefördert werden können.

EXTRA-INFO: Dorfentwicklung

Die kostenlose Beratung erhalten Sie beim Ingenieurbüro Christoph Henke, Bahnhofstraße 21, 37218 Witzenhausen, Telefon 05542-920310, E-Mail: info@planung-henke.de.

Für Kontakte und Vermittlung stehen der Magistrat der Kreisstadt Eschwege unter S 05651-304318 oder per E-Mail an bernward.toelle@eschwege-rathaus.de zur Verfügung.

Ihren Antrag richten Sie an den Landrat des Werra-Meißner-Kreises, Stab Demografie, Dorf- und Regionalentwicklung, Nordbahnhofsweg 1, 37213 Witzenhausen.

Infos zum Antrag bekommen Sie unter Telefon 05542-9581806 oder per E-Mail an erhard.hasselbach@werra-meissner-kreis.de und unter Telefon 05542-9581804 oder per E-Mail an elvira.valtink@werra-meissner-kreis.de.

Die Fördergebiete können online unter www.eschwege.de/Tourismus&Wirtschaft/Dorferneuerungsprogramm eingesehen werden.

Formulare und Infos finden Sie online unter www.werra-meissner-kreis.de.

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