Die drei Eschweger Großbaustellen liegen voll im Soll

Drei Großbaustellen laufen in Eschwege zurzeit parallel - der Auftakt zur Verzahnung von Werra und Stadt am Unteren Stad sticht besonders prominent aus dem Stadtbild hervor. Foto: Renneberg
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Drei Großbaustellen laufen in Eschwege zurzeit parallel - der Auftakt zur Verzahnung von Werra und Stadt am Unteren Stad sticht besonders prominent aus dem Stadtbild hervor. Foto: Renneberg

Am Brückenvorplatz, in der Friedrich-Wilhelm-Straße und im Langenhainer Weg wird derzeit gebaut. Ende des Jahres sollen Ergebnisse zu sehen sein.

Eschwege. Dass die Baubranche Hochkonjunktur hat, zeigt sich in Eschwege an allen Ecken und Enden: Der Brückenvorplatz am Unteren Stad, der Langenhainer Weg und die Friedrich-Wilhelm-Straße sind Großbaustellen. "Ich kann mich nicht daran erinnern, wann wir zuletzt so viele Baustellen parallel hatten", sagt Helmut Zimmermann vom städtischen Bauamt. Dennoch liefen alle Baustellen nach Plan.

Am Unteren Stad wurden in den vergangenen vier Wochen die Oberflächen abgetragen, die Straßenentwässerung entfernt sowie  Gas-, Wasser- und Stromleitungen erneuert. Als nächste Schritte werden die Leitungen fertiggestellt sowie die Straßen- und Brückenbauarbeiten vorangetrieben.

"Bislang liegen wir voll im Zeitplan", zeigt sich Bauleiter Thorsten Rupp vom Planungsbüro Viaplan zufrieden.

Und auch die Umleitung über Garten- und Dünzebacher Straße gestalte sich weitgehend unproblematisch, berichtete Bürgermeister Alexander Heppe – auch wenn viele Verkehrsteilnehmer eine Abkürzung durch die Neustadt nehmen. "Da werden wir immer mal wieder unangekündigte Tempokontrollen durchführen", sagt Heppe.

Bezüglich der sogenannten Verzahnung von Werra und Stadt wirbt der Bürgermeister  weiter um Geduld: "Die Bauarbeiten am Brückenvorplatz sind nur einer von vielen Bausteinen, mit denen wir den Fluss besser in das Stadtbild integrieren wollen."

3. Bauabschnitt der Friedrich-Wilhelm-Straße

Bereits ein ganzes Stück weiter fortgeschritten sind die Arbeiten in der Friedrich-Wilhelm-Straße. Der dortige 3. Bauabschnitt reicht von der Schillerstraße bis zur Kreuzung Goethestraße/Moritz-Werner-Straße und soll spätestens Anfang November abgeschlossen sein. Kanalbau, Hausanschlüsse und Gasleitungen sind bereits fertig – derzeit werden die Gas- und Wasseranschlüsse für die Stadtwerke gelegt. Ende des Monats soll dann der Straßenbau beginnen.

Rund 800.000 Euro lässt sich die Stadt den Umbau kosten. "Wenn die Straße fertig ist, haben wir hier eine richtig ansprechende Allee", sagt Helmut Zimmermann. Dafür ist allerdings noch ein 4. Bauabschnitt vonnöten, der sich im kommenden Jahr bis zur Reichensächser Straße erstreckt.

1. Bauabschnitt des Langenhainer Wegs

Zeitgleich mit den Arbeiten am Unteren Stad ist auch der Ausbau des Langenhainer Wegs gestartet. Der erste Bauabschnitt reicht von der Luisenstraße/Wolfsgraben bis zur Elsa-Brandström-Straße und soll im Winter abgeschlossen sein. Bis dahin sollen die Kanäle und Kanalanschlüsse fertiggestellt und die Gehwege wieder begehbar sein. Zudem verlegt die Telekom Breitbandkabel.

Von Frühjahr nächsten Jahres bis voraussichtlich August folgen dann der 2. und 3. Bauabschnitt bis zum Alten Gericht und schließlich weiter bis zum Ortsausgang.

Während die Stadt eine Million Euro in Kanalbau samt Hausanschlüssen sowie Parkplätze, Gehwege und Bepflanzung investiert, trägt das Land die Kosten von rund 310.000 Euro für den Fahrbahnausbau. Zudem erneuern die Stadtwerke für etwa 90.000 Euro die Gas-, Wasser- und Elektroleitungen sowie 24 Straßenlampen.

Anders als am Brückenvorplatz und in der Friedrich-Wilhelm-Straße werden im Langenhainer Weg zudem die Anwohner zur Kasse gebeten, da die Baustelle außerhalb des offiziell ausgewiesenen Sanierungsgebietes liegt.

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