Duell könnte zum Dreikampf werden

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Nach CDU und SPD bringt sich eine weitere Partei für die Eschweger Bürgermeisterwahl in Stellung - die FWG hingegen unterstützt Alexander Heppe (CDU).

Eschwege. Bislang sah es so aus, als würde es bei der Bürgermeisterwahl am 7. Juni zu einem Duell zwischen Amtsinhaber Alexander Heppe (CDU) und Herausforderer Jörg Heinz (SPD) kommen. Während die Genossen Heinz bereits im Juni nominiert haben, wollen die Christdemokraten Heppe am Freitag, 6. Februar, offiziell zum Kandidaten küren.

Nun deutet sich jedoch ein Dreikampf um den Posten des Rathauschefs an. "Eine Mitgliederversammlung wird Mitte März entscheiden, ob wir einen Kandidaten ins Rennen schicken", sagte Linken-Stadtverordneter Bernhard Gassmann auf Anfrage des Marktspiegel und schob hinterher: "Ich kann mir das sehr gut vorstellen." Die Performance von Heppe und Heinz bezeichnete er als unbefriedigend. "Uns fehlt eine inhaltliche politische Auseinandersetzung." Außerdem rechnet er einem Linken-Kandidaten gute Chancen aus: "Ich erlebe in der Bevölkerung viel Unzufriedenheit mit den politischen Verhältnissen in Eschwege."

FWG will Heppe in zweiter Amtszeit unterstützen

Während sich die Linken also mit dem Gedanken einer Bürgermeisterkandidatur tragen, haben FWG und FDP bereits abgewunken. "Wir unterstützen Alexander Heppe", sagte der Eschweger FWG-Fraktionschef Andreas Hölzl, 1997 und 2009 selbst Kandidat für den Posten des Eschweger Verwaltungschefs. Die FWG habe bereits in der Stichwahl 2009 die Werbetrommel für Heppe gerührt und sei mit dessen erster Amtszeit zufrieden. "Wir wissen zwar, dass da noch Luft nach oben ist, aber dabei wollen wir Alexander Heppe unterstützen", sagte Hölzl.

Die FDP plant ebenfalls nicht, einen Kandidaten ins Rennen  zu schicken, verriet Ortsverbandsvorsitzender Manfred Lister. Die Mehrheitsverhältnisse ließen ohnehin keinen Gestaltungsspielraum für einen FDP-Bürgermeister zu.Anders als die FWG wollen sich die Liberalen allerdings nicht auf die Seite eines Kandidaten schlagen: "Ich halte beide Kandidaten für geeignet", sagte Lister. Er will Heppe und Heinz in den FDP-Ortsverband einladen, damit die Mitglieder sich ein Bild von den beiden machen können. "Und dann sollen sie frei entscheiden, wen sie wählen."

Grüne verweisen auf Koalitionsvertrag mit SPD

Bei den Grünen hingegen ist noch keine Entscheidung gefallen, erklärte Armin Jung, Stadtverordneter und kommissarischer Sprecher des Eschweger Ortsverbands. Derzeit deute jedoch nichts auf einen Grünen-Kandidaten hin: "Es hat niemand sein Interesse erklärt."

Jung geht davon aus, dass der Ortsverband im Februar entscheidet, ob die Grünen einen Kandidaten aufstellen oder einen anderen unterstützen. Dieser Entscheidung wolle er nicht vorgreifen, sagte Jung, verwies jedoch gleichzeitig auf den Koalitionsvertrag zwischen SPD und Grünen.

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