Betrugsmasche mit Gerichtsvollzieher in Hessisch Lichtenau

Ein Lichtenauer sollte Opfer einer Betrugsmasche mit Gerichtsvollzieher werden, doch er rief die Polizei

Werra-Meißner. Vergangene Woche Dienstag oder Mittwoch erhielt ein 68-jähriger Mann aus Hessisch Lichtenau einen Telefonanruf, wonach eine Frau dem 68-Jährigen den Besuch eines Gerichtsvollziehers ankündigen wollte.

Da dem 68-Jährigen die Angelegenheit etwas seltsam vorkam und er misstrauisch wurde, drohte er der Frau mit dem Einschalten der Polizei. Daraufhin beendete die Frau sofort das Gespräch, ohne weitere Angaben zu machen.

Derzeit geht die Polizei davon aus, dass es sich hierbei um einen Betrugsversuch gehandelt hat. Nach derzeitigem Kenntnisstand, kam die Anruferin mit der Rufnummer 05651 3391 0 bei dem 68-Jährigen auf dem Telefon an. Dies ist tatsächlich die Rufnummer des Amtsgerichts in Eschwege.

Durch das Amtsgericht bzw. die eingesetzten Gerichtsvollzieher wurde jedoch ausdrücklich erklärt, dass derartige Anrufe in letzter Zeit nicht getätigt wurden und es sich hierbei offenbar um eine Betrugsmasche handelt.

Sollten Sie ähnliche Anrufe erhalten sollten Sie folgende Tipps beachten:

-Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Mitarbeiter des Gerichts, als Gerichtsvollzieher oder anderer Mitarbeiter Behörden ausgeben, insbesondere wenn es um finanzielle Forderungen, Schulden oder andere Verbindlichkeiten geht.

-Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.

-Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren Sie frühestens für den kommenden Tag einen Gesprächstermin und überprüfen Sie die Angaben.

-Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.

-Lassen Sie sich vom Anrufer die Telefonnummer geben und überprüfen Sie diese mit bereits bekannten Nummern.

-Rufen Sie die jeweilige Person unter der lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.

-Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

-Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt: Notrufnummer 110 und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Rolf Vennenbernd/dpa

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