B 80 bei Neu Eichenberg ist ab dem 6. Januar voll gesperrt

Neu Eichenberg: Vollsperrung der Bundesstraße 80 ab dem 6. januar

Neu Eichenberg. Die B 80 bei Neu-Eichenberg ist ab dem Abzweig von der B 27 bis zur Landesgrenze Thüringen ab dem 6. Januar voll gesperrt. Die Umleitung in Richtung Hohengandern verläuft ab Neu-Eichenberg über die B 27 bis zur A 38 Anschlussstelle Friedland, von dort weiter bis zur Anschlussstelle Arenshausen und dort zurück auf die B 80 bzw. umgekehrt.

Verkehre die nicht die Autobahn nutzen können fahren über die L 566 und L 1001 über Friedland, Reckershausen und Kirchgandern bzw. umgekehrt. Die Zufahrt zum Gut Arnstein ist von Hohengandern kommend frei.

Ausschließlich im Falle eines Ereignisses auf der A 38 verläuft die durch das Regierungspräsidium Kassel angeordnete, länderübergreifende Bedarfsumleitung in Fahrtrichtung Ost als U85 über Eschwege und Mühlhausen zurück auf die A 38 bzw. in Fahrtrichtung West als U58 über Worbis und Duderstadt nach Göttingen auf die A 7.

Abbruch und Ersatzneubau

Grund für die Vollsperrung der B 80 ist der Abriss und Neubau der Brücke über die Bahngleise an der Einmündung auf die B 27. Das Bauwerk ist eine Sandsteingewölbebrücke aus dem Jahr 1914.

Mit der Elektrifizierung der Bahnstrecke Ende der 1960er Jahre wurden die Gewölbebögen durch eine Stahlträgerkonstruktion ersetzt. Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung auf der B 27 und B 80, bis zur Verkehrsfreigabe der A 38, hat sich der Zustand der Brücke deutlich verschlechtert, sodass der Neubau erforderlich wird. Für den Abbruch sind Gleissperrungen auf der darunterliegenden Bahnstrecke erforderlich und die stromführende Bahn-Oberleitung ist aus Sicherheitsgründen abgeschaltet. Die dafür notwendigen Sperrpausen sind von der DB Netz AG langfristig vorgegeben.

Die erste Sperrung des Gleises ist am 3. Februar. Das Bauwerk wird dann nicht im klassischen Sinne abgebrochen, sondern es wird segmentiert. Das Brücke wird in Teile geschnitten und mit einem Autokran ausgehoben. Die neu zu errichtende Brücke wird aus Spannbetonn-Fertigteilen konstruiert. Für den Überbau sind fünf Fertigteilträger mit 80 cm breiten Stegen vorgesehen. Die lichte Weite zwischen den Brückenwiderlagern beträgt 24,15 m.

Die Brückenwiderlager werden auf Bohrpfählen gegründet, die einen Durchmesser von 120 bis 150 cm haben. Die Pfähle reichen ca. 16 Meter in den Untergrund um die Lasten aus dem Bauwerk ausreichend auf tragfähige Bodenschichten abtragen zu können.

Zuvor sind jedoch umfangreiche Erschließungsarbeiten am Baufeld vorzunehmen. Zu diesen Arbeiten gehört u.a. das Herstellen einer aufwendigen Zufahrt, die auch schwere Maschinen wie das rund 120 Tonnen schwere Bohrgerät tragen kann. Auch Versorgungsleitungen die in den Brückenkappen und Straßenbankette liegen müssen umverlegt werden.

Für diese Vorarbeiten ist die Vollsperrung der B 80 ab 6.1.2020 Voraussetzung. Die Baukosten einschließlich Abbruchkosten und Oberleitungsumbau betragen rund 5.100.000 Euro. Die DB Netz AG trägt davon ca. 54 Prozent und die Bundesrepublik Deutschland trägt ca. 46 Prozent.

Weitere Arbeiten im Rahmen der Vollsperrung

Im weiteren Verlauf der B 80 befindet sich noch ein zweite Brücke die im Zuge der Vollsperrung instand gesetzt wird. Das Bauwerk liegt ca. 250 Meter von dem Brückenneubau entfernt.

Beide Bauwerke werden als eine Gesamtbaumaßnahme abgewickelt. Bei dem instand zusetzenden Bauwerk handelt es sich um die Bahnbrücke am Arnstein. Die 1962 erbaute Brücke hat ein balkenartiges Tragwerk. Die Gesamtlänge beträgt 28,80 Meter. Im Zuge der regelmäßig durchgeführten Brückenprüfungen wurden an dem Bauwerk Schäden und Mängel festgestellt, die die Verkehrssicherheit und die Dauerhaftigkeit des Bauwerks beeinträchtigen. Aus diesem Grunde werden die Brückenkappen einschließlich Geländer sowie der Fahrbahnbelag samt Abdichtung erneuert.

Auch für diese Arbeiten werden Sperrpausen der DB Netz AG benötigt. Die Bahnstrecke ist nicht die gleiche Strecke wie die des Ersatzneubaues und bedurfte einer gesonderten Abstimmung. Die erste Sperrpause für die Instandsetzungsarbeiten ist am 13.1.2020. Die Kosten belaufen sich auf rund 600.000 Euro die zu 100 Prozent von der Bundesrepublik Deutschland getragen werden. Darüber hinaus wird die Fahrbahndecke der B 80 auf den rund 250 Meter zwischen den beiden Brückenbauwerken abgetragen und durch neue Asphaltschichten ersetzt.

Rubriklistenbild: © Horn

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