Einrichtung für 1.000 Flüchtlinge: Helfer haben's geschafft

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Eschwege: Feuerwehr, THW und DRK seit Dienstag im Dauereinsatz – Übergabe an das Land Hessen findet heute fristgerecht um 14 Uhr statt.

Eschwege. Seit Dienstagmorgen sind THW, Feuerwehr und DRK im Dauereinsatz, damit die beiden Überlaufeinrichtungen heute um 14 Uhr an das Land Hessen übergeben werden können. Dabei arbeiteten alle ehrenamtlichen Kräfte unter Hochdruck, um die Mammutaufgabe zu stemmen. Während das THW aus Eschwege, Großalmerode und Witzenhausen bei Friedola in der Helgoländer Straße sich in drei Schichten die Klinke in die Hand gaben, setzte ab Mittwoch die Feuerwehr im Julphar-Gebäude in der Max-Woelm-Straße ein.

Seit Mittwoch bei Julphar im Einsatz

"Wir haben allein 60 Kubikmeter Sperrmüll aus dem Komplex herausgeholt – außerdem wurden vier LKW-Ladungen voll Gitterboxen mit Altakten herausgebracht", sagt Einsatzleiter Thomas Eisenträger. Zusätzlich wurden noch gut erhaltene Büromöbel in eine weiterer Produktionshalle zwischengelagert, damit die zu bewohnenden Gebäude ab Freitag für 300 Personen hergerichtet werden konnten. Dafür sorgten unter anderem zwei heimische Reinigungsunternehmen – auch die Aufträge für die Instandsetzung der defekten Heizungsanlage gingen an ein Eschweger Unternehmen, das ebenfalls eine mobile Gasheizung stellt, damit die Wärmeversorgung auch im Notfall gewährleistet ist.Bis zum Eintreffen der bestelten Stockbetten werden in den Zimmern auf 16 Quadratmetern zunächst sechs Personen Platz auf Feldbetten finden – anschließend bewohnen acht Personen die einzelnen Räume, die auf zwei Etagen verteilt sind.Um den Brandschutzbestimmungen zu genügen, wurde der Gebäudekomplex zusätzlich mit zwei Nottreppen ausgestattet. Duschcontainer haben auf dem Außengelände Platz gefunden.

Unterkunft für 700 Personen in Helgoländer Straße steht

Startklar für 700 Leute ist nun auch die Unterkunft in der Helgoländer Straße. Hier galt es nicht nur die gelagerte Ware aus den Räumen zu befördern, sondern zudem auch 82 Boxen à 12 bis 14 Quadratmeter zu schaffen. "Durchschnittlich waren wir mit 60 Einsatzkräften vor Ort – am Mittwoch waren es sogar 80", berichtet Timo Jung vom THW, der sich nach der heutigen Übergabe an das Land erstmal nur noch eins wünscht: "Ich möchte gerne eine Stunde Freizeit haben!" Wie Timo Jung geht es derzeit vielen ehrenamtlichen Einsatzkräften, die bis an ihr Limit gingen. Waben bauen, Steckdosen setzen, Betten aufbauen und mit Matratzen bestücken, die einzelnen Parzellen mit einem Sichtschutz versehen.

Für die Versorgung an beiden Standorten sorgte an allen Tagen der DRK-Kreisverband Eschwege. Ab morgen werden die Werraland Werkstätten diese Aufgabe übernehmen. Das DRK Eschwege kümmert sich um den entsprechenden Sanitätsdienst und die Ausgabe der Hygienepakete.

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