Einwohnerzahl im Kreis steigt weiter

Einwohnerzahlen im Werra-Meißner-Kreis
+
Einwohnerzahlen im Werra-Meißner-Kreis

Sontra, Lichtenau und Bad Sooden-Allendorf haben die meisten neuen Einwohner - Eschwege, Großalmerode und Waldkappel verlieren

Werra-Meißner. Die Einwohnerzahl im Werra-Meißner-Kreis ist im vergangenen Jahr weiter angewachsen. Wie der Kreisausschuss in der vergangenen Woche bekannt gab, lebten zum Stichtag 31. Dezember 2017 101.101 Menschen im Kreis.

„Wir können nun das dritte Jahr in Folge eine sehr erfreuliche Bevölkerungsentwicklung feststellen“, kommentiert Landrat Stefan Reuß die neue Statistik zur Bevölkerungsentwicklung. Danach ist die Bevölkerung im letzten Jahr im Kreis um 136 Personen gewachsen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass es erneut mehr Zuzüge gegeben hat und diese den demografisch bedingten Sterbeüberschuss deutlich übertroffen haben.

Drei Gemeinden legen deutlich zu

Dabei wird jedoch deutlich, dass vor allem in Hessisch Lichtenau und Sontra die Bevölkerung deutlich gestiegen ist. Bürgermeister Michael Heußner aus Lichtenau konnte in der vergangenen Stadtverordnetenversammlung mitteilen, dass in dem Zeitraum 164 Personen nach Hessisch Lichtenau gezogen sind. Vor allem aus dem Raum Kassel konnte man neue Einwohner gewinnen, denn dort wird Bauland knapp. In Lichtenau kann man seit diesem Jahr den neuen Bauabschnitt „Rotes Land II“ mit seinen Grundstücken anbieten. Schon jetzt sind 60 Prozent der Grundstücke verkauft, wie es Heußner erklärte.

In Sontra kamen sogar 185 neue Bewohner hinzu, keine andere Gemeinde konnte so viele neue Einwohner gewinnen. „Der weitere Ausbau der A44 zwischen Kassel und Herleshausen garantiert beste Standortbedingungen, künftig mit direktem Autobahnanschluss der Stadt Sontra. Unsere Berg- und Hänselstadt wird in Zukunft also noch verkehrsgünstiger liegen.

Dies macht Sontra zum Wohnen, Leben und Arbeiten attraktiver. Davon profitiert unsere Einwohnerentwicklung“, ist sich Bürgermeister Thomas Eckhardt sicher.

Auch Bad Sooden Allendorf (+118 Einwohner), Witzenhausen (+71) und Wanfried (+24) wuchsen deutlich.

Die Verlierer

In den anderen Gemeinden des Kreises fiel die Zahl der Einwohner, vor allem in Eschwege (-69), Großalmerode (-56) und Ringgau (-55) sowie Waldkappel (-50). Insgesamt ist die Bevölkerung im Kreis dennoch auf 101.101 Personen angewachsen.

„Diese erfreuliche Entwicklung zeigt, dass alle Maßnahmen zur Gestaltung des demografischen Wandels greifen“, so Landrat Stefan Reuß. Gleichzeitig unterstreicht der Landrat, dass „eine Dezentralisierung von Landesverwaltungen die Dynamik verstärken und den Ländlichen Raum weiter stärken könnte.“

„Wir werden deshalb unseren Weg zur Erhaltung und zum Ausbau der sozialen Infrastruktur konsequent fortsetzen und die Herausforderung, die aus dem Ärztemangel entsteht, aktiv angehen. Gleichzeitig stärken wird die Region weiterhin nachhaltig, in dem wir den Breitbandausbau bis Ende 2019 abschließen werden“, unterstreicht der Landrat.

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Dorfentwicklung: Fördermittel fließen bis 2021

In den sieben Eschweger Stadtteilen können Privatpersonen von Fördermitteln der Dorfentwicklung profitieren. Eine Erstberatung gibt es gratis.
Dorfentwicklung: Fördermittel fließen bis 2021

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.