Endlich fertig - Gradierwerk Bad Sooden-Allendorf steht Besuchern wieder komplett zur Verfügung

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Gradierwerk-Experte Norbert Brill, Betriebsleiter der Werratal-Therme Patrick Gerlach, 1. Stadtrat Günter Leis, Leiter des Fachbereichs Bauverwaltung Helmut Franke und Bürgermeister Frank Hix freuen sich, dass das Gradierwerk wieder komplett den Besuchern zur Verfügung steht

Lange mussten sich Einheimische und Gäste gedulden. Doch seit Mitte Oktober ist das Gradierwerk Bad Sooden-Allendorf wieder komplett in Betrieb.

Bad Sooden-Allendorf. Das Freiluftinhalatorium gehört zu der Kurstadt untrennbar dazu. Deshalb ist Bürgermeister Frank Hix „sehr froh“, dass die Arbeiten an dem „Besuchermagnet“ der Stadt endlich abgeschlossen sind und das Gradierwerk wieder ohne Einschränkung genutzt werden kann.

Froh ist der Bürgermeister auch, dass die Kosten für die aufwendige Sanierung des Gradierwerks unter der veranschlagten Obergrenze von 1,7 Millionen Euro geblieben sind. Die Arbeiten seien günstiger ausgefallen als zunächst vermutet. Einen Beitrag dazu hätten auch die Ehrenamtlichen des Vereins für Heimatkunde geleistet, die die undichte Wanne, die die herabtropfende Sole auffängt, in Eigenarbeit mit Brettern verschalt haben, so Hix.

Verkrustungen durch Gips und Kalk

Rund zehn Monate hat die Sanierung des Gradierwerks in Anspruch genommen. Wie Gradierwerk-Experte Norbert Brill erläutert wurden alle 64 Felder des rund 150 Meter langen und knapp elf Meter hohen Gradierwerks saniert. Rund 2.700 Quadratmeter Schwarzdorn seien dabei ersetzt worden, so der Experte. Dies sei notwendig gewesen, da der Schwarzdorn, der zuletzt vor 17 Jahren ausgewechselt worden ist, sich inzwischen wieder mit Gips und Kalkablagerungen zugesetzt hatte.

Durch die Verkrustungen laste ein Gewicht von über 500 Tonnen auf dem Gradierwerk, so Brill. Zudem sorgen die Verkrustungen für erhöhte Windlast, der das Gebäude nicht standhalten können. Ein weiterer Faktor, der neben den statischen Gründen die Sanierung des Gradierwerks erforderlich mache sei die mit der Verkrustung einhergehende eingeschränkte Zerstäubungswirkung des Schwarzdorns.

Eigentlich sollte das Gradierwerk bereits im Sommer wiedereröffnet werden. Doch die Frostperiode sowie Verzögerungen bei den Anlieferung des Schwarzdorns aus Polen – fünf LKW-Ladungen des für das Gradierwerk vorgesehenen Schwarzdorns wurden in Brand gesetzt - hätten zu Verzögerungen geführt, berichtet 1. Stadtrat Günter Leis, erleichtert, dass die Arbeiten nun beendet sind. Ende November werde man das Gradierwerk allerdings noch einmal nacheinander in einem der beiden Abschnitte abschalten müssen, um die Reste der abgeschnittenen Dornen aus der Wanne zu entfernen.

Sanierung des Ostturms?

Eine Sanierung des Ostturm des Gradierwerks war zunächst nicht vorgesehen. Ob sie in nächster Zeit erfolgen kann, hänge jetzt von der Landesregierung ab. Wie Bürgermeister Hix berichtet habe man mit Unterstützung des Amts für Denkmalpflege einen Antrag auf Förderung der Sanierung des Ostturms gestellt. Sollte dieser genehmigt werden, könne auch der Ostturm erneuert werden und man bleibe immer noch innerhalb des Budgets von 1,7 Millionen Euro, so Hix.

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