Energetische Quartierssanierung soll Energieverbrauch senken

"Verborgenes Juwel Altstadt neu entdecken" - Auflösung des April-Suchbildes des Bürgervereins Bau- und Wohnkultur Witzenhausen und Bekanntgabe des ersten Kulturdenkmals: Ermschwerder Straße 50. Histogram Analysis: 33% (Above 60 is Limit) Is Below 100 47% (Under 10 is Limit) Is Above 150 50% (Above 70 is Limit) Is Above 140 13% (Under 5 is Limit) Is Below 60 Histogram Analysis: 33% (Above 73 is Limit) Is Below 100 47% (Under 8 is Limit) Is Above 150 47% (Above 70 is Limit) Is Above 150 33% (Under 5 is Limit) Is Below 100 Histogram Analysis: 0% (Above 60 is Limit) Is Below 100 90% (Under 10 is Limit) Is Above 150 86% (Above 75 is Limit) Is Above 160 4% (Under 5 is Limit) Is Below 130 Histogram Analysis: 0% (Above 70 is Limit) Is Below 100 90% (Under 10 is Limit) Is Above 150 85% (Above 80 is Limit) Is Above 165 4% (Under 2 is Limit) Is Below 130 Histogram Analysis: 0% (Above 70 is Limit) Is Below 100 90% (Under 10 is Limit) Is Above 150 84% (Above 85 is Limit) Is Above 165 4% (Under 2 is Limit) Is Below 130
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"Verborgenes Juwel Altstadt neu entdecken" - Auflösung des April-Suchbildes des Bürgervereins Bau- und Wohnkultur Witzenhausen und Bekanntgabe des ersten Kulturdenkmals: Ermschwerder Straße 50. Histogram Analysis: 33% (Above 60 is Limit) Is Below 100 47% (Under 10 is Limit) Is Above 150 50% (Above 70 is Limit) Is Above 140 13% (Under 5 is Limit) Is Below 60 Histogram Analysis: 33% (Above 73 is Limit) Is Below 100 47% (Under 8 is Limit) Is Above 150 47% (Above 70 is Limit) Is Above 150 33% (Under 5 is Limit) Is Below 100 Histogram Analysis: 0% (Above 60 is Limit) Is Below 100 90% (Under 10 is Limit) Is Above 150 86% (Above 75 is Limit) Is Above 160 4% (Under 5 is Limit) Is Below 130 Histogram Analysis: 0% (Above 70 is Limit) Is Below 100 90% (Under 10 is Limit) Is Above 150 85% (Above 80 is Limit) Is Above 165 4% (Under 2 is Limit) Is Below 130 Histogram Analysis: 0% (Above 70 is Limit) Is Below 100 90% (Under 10 is Limit) Is Above 150 84% (Above 85 is Limit) Is Above 165 4% (Under 2 is Limit) Is Below 130

Bundesweit einzigartiges Projekt Energetische Quartierssanierung im Werra Meißner Kreis wird jetzt umgesetzt

Werra Meißner/Witzenhausen. "Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das schaffen viele", mit dem prägnanten Zitat des deutschenSozialreformers Friedrich Wilhelm Raiffeisen, schloss Arnim Raatz, Geschäftsführer der ,Klima und Energieeffizienz Agentur’ (KEEA) den Abschlussbericht über das Modellprojekt "Integrierte Energetische Quartierssanierung", an dem mit Eschwege, Witzenhausen, Großalmerode und den Gemeinden Herleshausen, Ringgau und Meißner insgesamt sechs Kommunen aus dem Werra-Meißner-Kreis beteiligt sind.

Vor dem Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Witzenhausen und gut gefüllten Publikumsplätzen präsentierten Raatz sowie Clemens Exner von ,NH Projekt Stadt’ aus Kassel die Ergebnisse des bislang bundesweit einzigartigen Modells.

"In den letzten 50 Jahren hat sich der Energieverbrauch weltweit vervierfacht und um die Klimaziele der Bundesregierung bis zum Jahr 2020  zu erreichen, braucht es konkrete Maßnahmen vor Ort," erläuterte Raatz die Ausgangssituation. " Daher gibt es das Modellprojekt, das ins Quartier im ländlichen Raum hineingeht und helfen soll, Änderungen dort zu ermöglichen, wo ein großes Energieeinsparpotential liegt: Bei der Wärmedämmung, der Innenhofentsiegelung und Anschlüssen an mit Biomassebetriebenen Wärmenetzen."

In Witzenhausen war die Innenstadt als zu untersuchendes Quartier ausgewählt und städtebaulich unter die Lupe genommen worden. Es wurde der Zustand der Häuser auf das energetische Sanierungspotential von außen bewertet, ebenso wie die Barrierefreiheit, was im Hinblick auf die 4.000 Witzenhäuser Bürger, die über 60 Jahre alt sind, eine wichtige Rolle für die weitere Stadtentwicklung spielt.An Hand von Modellen wurde berechnet, wieviel Mega -und Kilowatt Stunden Strom und Wärmeverbrauch mit verschieden starken baulichen Veränderungen im Innenstadtbereich erzielt werden können, ebenso wieviel Solarenergie auf Hausdächern der Innenstadt theoretisch erzeugt werden könne.

Lebenswerte Stadt

Stadtplaner Exner führte weiter aus: "Wenn wir die Hausbesitzer motivieren wollen, energetische Sanierungsmaßnahmen an ihren Häusern vorzunehmen, müssen wir die Stadt insgesamt lebenswert gestalten. Das erhöht die Investitionsbereitschaft, sowie die Kommunikation untereinander, was für quartiersbezogene Vorhaben ein zentraler Punkt ist."Daher sei auch der stadtplanerische Ansatz in das Vorhaben eingeflossen. Exner und sein Team schlagen ein "Grün-Blaues Band" vor, welches bestehende Grünzüge erweitert, sowie die Werra und ihr Ufer zugänglicher gestaltet.Ebenso sollen  die Stadteingänge einladender  gestaltet und vor Allem das Universitätsgelände besser angebunden werden.  Hierzu hatte im Mai zum Tag des Städtebaus auch ein Stadtspaziergang stattgefunden, um die Ideen von Bürgern mit einfließen zu lassen (wir berichteten).

Ebenso wurden für das Projekt Verkehrsflüsse analysiert, um den Rad-und Fußverkehr weiter auszubauen. Grundlage hierfür ist die "Stadt der  kurzen Wege", die eine Nahversorgung  gewährleistet, was Geld und Arbeitsplätze vor Ort hält.

Besucher sowie Stadtverordnete lobten den ganzheitlichen Ansatz des Projektes.

Bürgermeisterin Angela Fischer freute sich, mitteilen zu dürfen,  dass die  Stadt Witzenhausen  als einzige Kommune aus dem Werra-Meißner-Kreis in das Stadtumbau-Programm des Hessischen Umweltministeriums aufgenommen worden sei, was eine gute Ergänzung zum Energetischen Quartierskonzept darstelle.In den ersten vier Jahren soll die Kirschenstadt 336.000 Euro für einen klimaorientierten Stadtumbau an Fördermitteln erhalten. Gemeinsam mit dem erforderlichen Eigenanteil der Stadt stünden 500.000 Euro für den Stadtumbau zur Verfügung, erläutert Fischer. Die Stadt kann insgesamt in einem Zeitraum von zehn Jahren jährlich neue Förderanträge stellen.Auch die verkehrplanerischen Maßnahmen seien teilweise schon im ,Klimaschutzteilkonzept Verkehr’ mitgedacht und könnten als gekoppeltes Projekt noch um wesentliche Elemente ergänzt werden.

"Die Stadt hat nun  mit einem Pfund zu wuchern", stellte Raatz klar. Und das sollte auch geschickt eingesetzt werden, in dem die verschiedenen Fördertöpfe und Programme miteinander kombiniert werden. Denn wenn das Modellprojekt weitergeführt werden soll- und die KfW Bank, die es bislang gefördert hat, auch schon eine Zusage für einen Großteil der Fördersumme gegeben hat, müsse trotzdem jede Kommune einen entsprechenden Eigenanteil aufbringen.

Kostensparend sanieren

Doch obwohl nur Witzenhausen nun über diese "Premiumsituation" verfüge, sollen die anderen Kommunen nicht hinten anstehen: "Wir wollen interkommunale Synergien im Projekt aufbauen  und zum Beispiel ein übergreifendes, interdisziplinär aufgestelltes Sanierungsmanagment installieren, das Hausbesitzern konkrete Fördertipps an die Hand gibt, um energetisch und gleichzeitig so kostensparend wie möglich zu sanieren", meinte Raatz.

In der Stadt Eschwege hätte es schon konkrete Zusagen gegeben, dafür umsonst eine Infrastruktur bereitszustellen.  Darüber hinaus sollen alle Kommunen wohnortnah Beratung anbieten können.

Vize-Landrat Wallmann (Grüne) stellte klar, dass es Bemühungen von Seiten des Kreises gäbe, das Land Hessen ebenfalls in die weitere Förderung einzubinden, ebenso wie es bereits ein positives Signal der Kreishandwerkerschaft gegeben habe, sich am Eigenanteil zu beteiligen.Die nächsten Schritte seien es nun, die Öffentlichkeitsarbeit zu verbessern, vor Allem in dem Hausbesitzer persönlich angeschrieben und über alle Möglichkeiten informiert werden würden. Das Sanierungsmanagment, welches allen Bürgern, die in den Kommunen leben, offen steht, startet voraussichtlich Mitte 2017. Geplant sind weiterhin die Ausschreibung eines Ideenwettbewerbs für ein Modellkarree in der Witzenhäuser Innenstadt, welches mit einer besonders energiesparenden und städtebaulich ansprechenden Art umgebaut wird und dann von anderen Karrees als Vorbild genommen werden kann.

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