Energiekosten halbiert: Stadt Großalmerode spart durch Umstellung auf LED

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Vitali Bauer (links, Leiter Technische Betriebe) und Bürgermeister Finn Thomsen ziehen Bilanz nach dem Austausch der alten (link) gegen die neuen LED-Lampen (Mitte). Die großen Lampenschirme (rechts) werden bei den neuen Straßenbaumaßnahmen verbaut.

Nicht nur, dass die Stadt Großalmerode seit ihrer Umstellung der Straßenlampen auf LED die Hälfte der Energiekosten spart. Auch die Kosten der Umstellung selbst waren bereits nach zwei Jahren amortisiert.

Großalmerode - Bereits 2015 begann die Stadt Großalmerode in Eigenregie die Straßenlaternen mit LED-Lampen auszustatten. „Wir hätten auch die kompletten Lampenköpfe austauschen können, das wäre aber zu teuer und für die Bürger beitragsverpflichtend gewesen. Die Investition hätte dann bei knapp einer halben Million Euro gelegen“, sagt Vitali Bauer, Leiter Technischer Betriebe der Stadt. Damals lag der Preis für die nötige LED-Lampe bei etwa 400 Euro aufwärts. Bei etwa 1.100 Lichtpunkten im Stadtgebiet und in den Ortsteilen summiert sich das.

So wurden stattdessen die energiefressenden, mit Quecksilber belasteten, Lampen gegen LED-Retrofit getauscht. „Damit sind wir beim Energieverbrauch von 125 Watt auf 25 Watt herunter“, informiert Bauer. Durch den Einsatz stadteigener Techniker sind die Personalkosten dieses Vorhabens um etwa 100 Prozent gestiegen und auch die Materialkosten tragen mit knapp 60.000 Euro zu Buche.

Weniger als die Hälfte der Kosten als vorher

Doch bereits bei Abschluss der Arbeiten Ende 2017 zahlte sich das Projekt aus. „Wir haben die Kosten der Umstellung in nicht mal zwei Jahren amortisiert und hatten weniger als die Hälfte der Kosten pro Jahr für Straßenbeleuchtung als in 2014“, sagt Bürgermeister Finn Thomsen. Bezahlte die Stadt im Jahr 2013 etwa 93.700 Euro, waren es in 2017 nur noch rund 38.300 Euro und in 2019 nur noch rund 28.000 Euro. „Die Bürger haben die Umstellung wenig gemerkt. Wir bekamen nur wenige Reaktionen und die waren überwiegend positiv“, teilt Vitali Bauer mit.

„Vor der Umstellung hatten wir pro Woche 15 bis 20 defekte Lampen. Zwei Personen waren wöchentlich einen ganzen Tag unterwegs, um diese auszutauschen“, so Bauer weiter. Dieser Arbeitsaufwand ist jetzt nicht mehr gegeben, weniger Leuchtmittel gehen defekt. Wenn ein Defekt vorliegt, wird gesammelt, bis mehrere vorliegen und dann kommt der städtische Mitarbeiter zum Auswechseln. „Das kann natürlich etwas länger dauern, als es vorher der Fall war. Einfach auch, weil weniger kaputt geht“, so Thomsen. Und der Bürgermeister weiter: „Wir als Stadt sind zufrieden, dass wir durch die innovative Idee der Mitarbeiter bares Geld sparen können, darauf können auch die Bürger stolz sein, die davon profitieren. Und es zeigt, dass auch kleine Kommunen Innovationspotenziale haben.“ Einzige Ausnahme des LED-Projektes: Bei großen Straßenbaumaßnahmen wird gleich der neue Lampenkopf montiert.

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