Keine Ausschussempfehlung - Entscheidung über Marktplatzumgestaltung fällt in nächster Stadtverordnetensitzung

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Wie wird der Marktplatz nach der Umgestaltung aussehen? Darüber sollen die Stadtparlamentarier in der nächsten Stadtverordnetensitzung entscheiden.

Der Marktplatz, soll ein neues Gesicht bekommen. Das steht fest. Wie die „gute Stube“ der Kirschenstadt künftig aussehen wird, ist noch offen. Die Entscheidung, welcher der drei Entwürfe umgesetzt wird, soll die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Mai-Sitzung entscheiden.

Witzenhausen.  Im vergangenen Jahr hatte die Stadt Landschaftsarchitekten-Wettbewerb zur Umgestaltung des Marktplatzes ausgeschrieben. 13 Entwürfe sind eingegangen. Daraus hat eine Jury, bestehend aus den Landschaftsarchitekten Angela Bezzenberger, Till Rehwaldt und Prof. Wigbert Riehl sowie Bürgermeister Daniel Herz und Bauamtsleiter Bernd Westermann, bereits im März drei Preisträger ausgewählt. (MARKTSPIEGEL berichtete).

Welcher von den drei von der Jury favorisierten Entwürfen nun im kommende Jahr umgesetzt wird, darüber soll die Stadtverordnetenversammlung in ihrer nächsten Sitzung im Mai entscheiden. Und zwar ohne eine Empfehlung aus dem Bau-, Verkehr-, Umwelt- und Energieausschuss. Dieser hatte sich am Mittwoch in einer Sondersitzung mit den drei zur Auswahl stehenden Entwürfen auseinandergesetzt, eine Empfehlung wollten die Ausschussmitglieder jedoch auf einstimmigen Beschluss hin nicht abgeben.

Vorgestellt wurden die Entwürfe von Riehl, der auch nochmal den Weg der bisherige Entscheidungsfindung durch die Jury erläuterte. Die Arbeiten seien gemäß den in der Auslobung benannten Beurteilungskriterien Gestalterische und räumliche Qualität, Erfüllung der funktionalen Anforderungen, Wirtschaftlichkeit im Hinblick auf Herstellung und Unterhaltung sowie Barrierefreiheit bewertet worden. Alle drei Entwürfe hätten unter diesen Wettbewerbskriterien die Jury überzeugt, auch wenn sie die Gestaltung unterschiedlich umsetzen.

Doch welcher kommt den Wünschen der Witzenhäuser am nächsten? Der neue Marktplatz soll barrierefrei sowie kinder- und familienfreundlich sein, außerdem soll er genügend Freiraum für den Markt bieten und gleichzeitig Stolperfallen durch Versorgungsleitungen vermeiden. Unter diesen Gesichtspunkten wurden die drei Entwürfe von den Ausschussmitgliedern intensiv diskutiert. Als Kritikpunkte kamen die Wahl des Pflastersteine, die Gestaltung der Fahrbahn der Walburger Straße sowie die Platzierung der Platanenbäume und Spielgeräte für Kinder auf dem Platz zur Sprache.

Anpassungen noch möglich

Die Planungsbüros seien weitestgehend flexibel bei der Umsetzung ihrer Entwürfe, berichtete Herz. Nach der Entscheidung der Jury, habe die Verwaltung die Planer der Siegerentwürfe zu Abstimmungsgesprächen eingeladen und mit ihnen die Bereitschaft zur Anpassung der Gestaltungsentwürfe besprochen. So stehe bei allen Entwürfen die Wahl des Natursteins für die Pflasterung des Platzes zur Disposition, ebenso wie die Entscheidung die Asphaltdecke der Walburger Straße durch Einfärbung an den Markplatzbelag anzupassen, anstatt die Straße ebenfalls zu pflastern.

Auch bei der Kostenfrage würden sich alle drei Entwürfe nach Angaben der Planer im vorgesteckten Rahmen von einer Million Euro netto bewegen, so Westermann. Konjunkturelle Schwankungen bis zum Zeitpunkt der Ausschreibung seien allerdings nicht eingerechnet, so der Bauamtsleiter weiter.

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