Erste Fahrgäste waren mit dem Bürgerbus in Wehretal unterwegs

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(V.li.) Rolf Dölle, Harald Völker, Bürgermeister Jochen Kistner, Hildegard Weiss, Ursula Renner und Nico Adam.

Am Dienstag hat der Bürgerbus in der Gemeinde Wehretal den Betrieb aufgenommen. Die ersten Gäste haben das Angebot angenommen - und ziehen bereits ein positives Fazit.

Wehretal. Seit vergangenen Dienstag ist der Bürgerbus in der Gemeinde Wehretal unterwegs. „Derzeit haben wir 13 Fahrer, aber auch noch einige Anfragen, falls die Fahrtzeiten irgendwann ausgebaut werden”, sagt Nico Adam von der Gemeindeverwaltung. An zwei Tagen in der Woche, dienstags und donnerstags, ist der Bus in Reichensachsen und den vier anderen Ortsteilen unterwegs. „Zunächst gibt es einen festen Fahrplan, es spricht aber nichts dagegen, diesen bei entsprechender Nachfrage anzupassen”, sagt Bürgermeister Jochen Kistner, der den Bus daher als „lebendiges Projekt” bezeichnet. Wichtig sei es aber in erster Linie, die Hemmschwelle der Bürger abzubauen. „Die Berührungsängste sind am Anfang definitiv da, denen müssen wir entgegen wirken”, so Kistner.

Großen Anteil daran hätten auch die Fahrgäste, die durch ihre Rückmeldung das Angebot der Gemeinde verbreiten. So wie Hildegard Weiss (79) und Ursula Renner (83). Beide sind vom Angebot überzeugt. „Ich bin bereits am Dienstag bei der Jungfernfahrt mitgefahren und werde auch weiterhin mitfahren”, sagt Renner. „Etwas besseres kann uns gar nicht passieren”, ergänzt Weiss. Positiv sprechen die Beiden auch über die Fahrer, die das Angebot durch ihr Ehrenamt erst möglich machen. Harald Völker ist Sicherheitsbeauftragter für Senioren, die Fahrten verbinden ihn also gut mit seiner Zielgruppe, sagt er. „Außerdem möchte ich den älteren Menschen helfen, den Anschluss am gesellschaftlichen Leben nicht zu verlieren. Man wird schließlich selber auch älter”, so der 68-Jährige. Zeit für Gespräche und auch zur Tragehilfe des Einkaufs nimmt sich auch Rolf Döller. Der 64-Jährige sagt von sich selbst, er sei einfach gerne auf den Straßen unterwegs. Schriftliche Vorraussetzungen gibt es bei den Fahrern nicht. „Aus Absicherung sowohl für die Gemeinde als auch für die Fahrer haben wir jedoch wie beim kleinen Personenbeförderungsschein Gesundheitstests gemacht”, informiert Kistern. Auch ein freiwilliges Fahrtsicherheitstraining soll noch folgen.

Der Bürgerbus soll jedoch nicht nur für die Beförderung von Senioren und mobil eingeschränkten Personen eingsetzt werden, auch Vereine haben die Möglichkeit, den Bus von der Gemeinde zu mieten. „Sollten vielleicht kleine Fahrten anstehen, können sich die Verantwortlichen gerne bei der Gemeinde melden”, sagt Kistner. Auch andere Rückmeldungen und Anfragen werden gerne entgegen genommen.

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