Eschwege bekommt Badespaß mit See im See

Schweres Gerät kommt zum Einsatz um die Plane zu bewegen und um die Fundamente zu setzen.
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Schweres Gerät kommt zum Einsatz um die Plane zu bewegen und um die Fundamente zu setzen.

Die Tauchplane am Eschweger Ufer des Werratalsees wird derzeit installiert.

Eschwege. Der Sommer ist da, die Schwimmbäder haben zum Teil wieder geöffnet, was ist eigentlich mit dem Werratalsee? Das Wasser hat zur Zeit am Eschweger Ufer Badeseequalität (Stand Untersuchung vom 26. Juni), allerdings gab es in den letzten Jahren, wenn der Sommer warm wurde, immer wieder Probleme mit Blaualgen im See. Deshalb wurde von der Stadtverordnetenversammlung die Einbringung einer Tauchplane in den See beschlossen, die die Bucht am Eschweger Badestrand absperrt Ziel ist es, diesen Teil des Sees besser überwachen zu können und dort die Wasserqualität mit gezielten Maßnahmen zu verbessern. Die Maßnahme ist ein Pilotprojekt, berichtet Markus Mengel, der Fachbereichsleiter Tiefbau und Abwasserwirtschaft der Stadt Eschwege. Nur in Langenselbold gäbe es eine ähnliche Konstruktion, die technisch aber anders gelöst ist

Die Arbeiten an der Tauchplane haben begonnen

Die Arbeiten für die Tauchplane wurden am 8. Juli nach langen Vorbereitungen begonnen. Im ersten Abschnitt wird der Schwimmkörper an Land zusammengeschweißt und dann wird die Plane abschnittsweise gleich mit aufgezogen. Nach Fertigstellung der Schweißarbeiten werden die Planenabschnitte an Land verbunden, die Ballastkette angebracht und gesichert, anschließend aufgewickelt und am Schwimmkörper befestigt. „Veranschlagt dafür sind acht bis zehn Tage“, erklärt Markus Mengel. Parallel zu den Arbeiten an den Schwimmkörpern werden die Fundamente im Strandbereich eingebaut. Sie werden circa fünf bis acht Meter hinter der Uferkante im Boden und in etwa 1,50 Meter Tiefe eingelassen. An ihnen werden Ketten oder Stahlseile befestigt, an denen die Plane fixiert ist.

Die Fertigstellung ist für den 23. Juli geplant

Sind diese Arbeiten abgeschlossen wird dann mit drei Mobilbaggern und Teleskopladern die Konstruktion ins Wasser eingebracht. Die Arbeiten werden von Booten aus unterstützt. „Am 23. Juli werden die Anker Richtung See eingebracht. Sollten im Zuge der Ausführung nicht noch unerwartete Probleme auftreten, sind die Arbeiten dann an diesem Tag abgeschlossen“, erläutert Markus Mengel. Währen der Arbeiten mussten Teile der Liegewiese am See gesperrt werden. Investitionskosten in Höhe von 110.000 Euro sind für den Einbau der Tauchplane veranschlagt worden.

Mit einem Reißverschluss sind die Planenbahnen verbunden.

Wasserqualität in der Bucht wird steuerbar

Im abgetrennten Bereich wird, genau wie im See, die Wasserqualität laufend kontrolliert. Sollte die Qualität sinken, kann mit Phosphor-Fällungen schnell reagiert werden. Die Kosten für die Fällungen werden jeweils auf 300 bis 400 Euro beziffert. Man geht von Seiten der Stadt davon aus, dass solche Fällungen in der Badebucht einmal im Jahr nötig sein werden. Zwei Jahre lang will man Erfahrungen sammeln und danach, je nach Ergebnis, ein kleine Pumpenanlage installieren, die in den Sommermonaten automatisch arbeitet.

Badebucht nur für Schwimmer

Im Wasser ist die Badebucht vom übrigen See abgetrennt, man kann nicht auf den offenen See hinaus schwimmen. Ruderboote, Kanus oder auch Standup-Paddler haben keinen Zugang vom See mehr zur Bucht. Die Schwimmer sind in der Bucht ungestört.

Wenn alles klappt, hat Eschwege also ab dem 24. Juli einen Badestrand mit kontrolliertem Seewasser, da haben Blaualgen keine Chance und der Badesommer kann kommen.

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