Eschwege bekommt wieder ein Freibad

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Eschweger Naturbad

Die Stadtwerke Eschwege GmbH hat den Bau eines Naturschwimmbades auf dem espada-Gelände beschlossen.

Eschwege. Ein Freibad für Eschwege! Der Aufsichtsrat der Stadtwerke beschloss in seiner Sitzung am Mittwoch den Neubau eines Freibades auf dem Espada-Gelände. Pläne und Kalkulation für das Naturbad wurden vom Geschäftsführer der Stadtwerke Eschwege GmbH, Markus Lecke, und dem Aufsichtsratsvorsitzenden, Bürgermeister Alexander Heppe vorgelegt. Die Baukosten dieser Planungsvariante werden auf 2,8 Millionen Euro beziffert. Sie werden den Wirtschaftsplan 2020 der Stadtwerke Eschwege GmbH aufgenommen.

Naturbad mit Lagunenbereich

„Wir wollen eine Naturbadelandschaft mit drei 50 Meter Bahnen, einem sogenannten Lagunenbereich, einer Breitrutsche sowie einer barrierefreien Zugangsmöglichkeit schaffen“, erklärt Bürgermeister Alexander Heppe. „Die Stadtwerke Eschwege GmbH wurde von der Stadtverordnetenversammlung aufgefordert, zu prüfen, ob und wo es die Möglichkeit gibt, ein zusätzliches Schwimm- und Badeangebot für den Außenbereich zu errichten. Mit der Untersuchung wurde ein im Werra-Meißner-Kreis ansässiges Planungsbüro beauftragt“, ergänzt der Geschäftsführer der Stadtwerke, Markus Lecke. Das Planungsbüro ist spezialisiert auf Badelandschaften und Freischwimmflächen, die mittels ökologischer Technologie ohne chemische Zusätze für die Wasseraufbereitung arbeiten.

Ökologische Technologie

„Die neue ökologische Technologie ist für empfindliche Personen, Kinder und Allergiker ein Alleinstellungsmerkmal und ergänzt das espada Freizeitbad perfekt“, so Bürgermeister Heppe. Dieses und die durch den technologischen Fortschritt massiv niedrigeren Kosten hätten Aufsichtsrat und Geschäftsleitung schlussendlich überzeugen können.

Alternativen nicht realisierbar

„Dieser Entwurf ist der kostengünstigste und zugleich innovativste der drei geprüften Varianten. Ein zusätzliches Freibad in der Werraaue sowie ein Stahlbecken mit herkömmlicher chemischer Wasseraufbereitung konnten weder aus Kostengesichtspunkten, noch aus dem Wunsch nach einer neuartigen, innovativen Lösung überzeugen“, so Lecke weiter.

„Die Technik hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt, mit diesem neuen Außenschwimmbereich schaffen wir ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der Familienstadt Eschwege“, zeigt sich Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Alexander Heppe begeistert.

Markus Lecke ergänzt: „Aufgrund der allgemeinen Wirtschaftskrise in 2009/2010 und dem mit dem Ausbau des Werratalseeangebotes einhergegangene Rückgang der Freibadbesucherzahlen sowie der damals anstehenden kostenintensiven Grundsanierung war die Schließung des Freibades zu diesem Zeitpunkt unumgänglich. Die wirtschaftliche Lage der Stadtwerke Eschwege GmbH wurde in den letzten Jahren weiter mit Erfolg ausgebaut und gefestigt. Auch das Zinsniveau spricht aktuelle für die Investitionsentscheidung zum Bau eines Freibadbereiches. Die gewählte Variante eines chlorfreien Freibads ist nicht nur innovativ und umweltfreundlich, sondern im Vergleich zu herkömmlichen Bädern auch deutlich kostengünstiger als wir ursprünglich erwartet hätten. Wenn wir wieder in ein Freibad investieren, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt.“

Die Meinung der Koalitionsfraktionen

Die Eschweger Koalitionsfraktionen begrüßen den Beschluss des Aufsichtsrates der Stadtwerke Eschwege. „Mit dieser Maßnahme wird Eschwege als Sport – und Familienstadt gestärkt und das Angebot des espada-Bades um einen wichtigen Aspekt erweitert“, sagt Jutta Thiele, Vorsitzende der FDP-Fraktion.“ Es freut uns sehr, dass es uns gelingt, durch technische Weiterentwicklungen wieder ein Freibad bauen zu können, das aber keine immensen Investitionskosten und Unterhaltungskosten nach sich zieht“, betont Stefan Schneider, CDU-Fraktionsvorsitzender.

„Als das alte Freibad marode war und abgerissen werden musste, befand sich das Land in einer wirtschaftlich schweren Situation. Die öffentlichen Kassen waren leer. Heute ist das wesentlich besser und das Zinsniveau auf einem historischen Tiefstand. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt“, so Andreas Hölzel, FWG-Fraktionsvorsitzender.

Die Koalitionspartner zeigen sich erfreut, dass es mit der geplanten Technik gelingt, Ökologie und Ökonomie zu vereinbaren. Die Nutzung von natürlicher Filtertechnik und einem Folienbecken statt Beton oder Edelstahl sei nicht nur aus ökologischen Gesichtspunkten sinnvoll, sondern bringe auch deutliche geringere Kosten für den Unterhalt mit sich und sei so eine zeitgemäße Umsetzung, so die Vertreter von CDU, FWG und FDP abschließend.

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