Eschwege: Brüder-Grimm-Schüler sagen Diskriminierung den Kampf an

Bei den Workshops waren die Schüler mit Eifer bei der Sache. Foto: Privat

Die Klasse G8b will die Eschweger Brüder-Grimm-Schule im bundesweiten Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" verankern.

Eschwege. Die Klasse G8b der Brüder-Grimm-Schule (BGS) hat sich mit den Themen "Rassismus" und "Diskriminierung" beschäftigt. Organisiert wurde der von der Bundeszentrale für politische Bildung geförderte Workshop "Same, same but different" von der Frankfurter Bildungsstätte Anne Frank.

Nach einem Brainstorming zum Thema "Diskriminierung" mussten die Schüler in einem "Gerechtigkeitsbarometer" entscheiden, wie diskriminierend sie verschiedene Aussage empfanden. Dabei gingen die Meinungen teils weit auseinander. Danach wurde anhand eines Beispiels geklärt, warum eine Aussage als mehr oder weniger diskriminierend empfunden wurde. Denn: Weil eine Frage oder Aussage für einen selbst diskriminierend ist, muss es bei jemand anderem nicht auch so sein.

Auf die Wortwahl achten

Außerdem beschäftigten sich die Schüler mit diskriminierenden Begriffen. Dabei lernten sie, besser auf ihre Wortwahl zu achten. Denn diskriminierende Aussagen wie "Bist du behindert?" oder "Das ist ja schwul!" werden schnell dahingesagt.

In einer stummen Diskussion zum Thema "Zivilcouage zeigen" stellten sich die Schüler zudem die Frage, wie sie Personen in Problemsituationen  helfen können.

Am Ende war sich die Klasse einig: "Wir wollen daran mitarbeiten, dass Diskriminierung und Gewalt an Schulen nicht mehr vorkommt. Dazu ist es nötig, sich für gegenseitige Wertschätzung einzusetzen und Mitschüler bei Problemen zu unterstützen."

Deshalb arbeitet die G8b mit Unterstützung der Schülervertretung und ihrer Lehrerin Tina Pfeiffer daran, dass die BGS eine von über 2.000 Schulen in Deutschland wird, die dem Netzwerk "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" angehören.

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