Eschwege: Claus Hamp löst Karl Montag als Parlamentsvorsteher ab

(V.li.) Der neugewählte Stadtverordnetenvorsteher Claus Hamp mit Bürgermeister Alexander Heppe und dem scheidenden Stadtverordnetenvorsteher Karl Montag. Foto: Renneberg
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(V.li.) Der neugewählte Stadtverordnetenvorsteher Claus Hamp mit Bürgermeister Alexander Heppe und dem scheidenden Stadtverordnetenvorsteher Karl Montag. Foto: Renneberg

Claus Hamp ist neuer Vorsitzender der Eschweger Stadtverordnetenversammlung. Er folgt auf Karl Montag. Zudem wählten die Abgeordneten den Magistrat.

Eschwege. Claus Hamp ist neuer Vorsitzender der Eschweger Stadtverordnetenversammlung. Auf den Christdemokraten entfielen 29 Ja-Stimmen, sechs Abgeordnete stimmten gegen ihn, und zwei enthielten sich der Stimme. Die Wahl war geheim, einen Gegenkandidaten gab es nicht.

Er wolle das Amt als einer unter Gleichen ausführen, sagte Hamp und betonte: "Uns alle eint die Leidenschaft für Politik, den Diskurs und unsere geliebte Heimatstadt." Als Stellvertreter stehen ihm Stefan Schneider (CDU), Petra Strauß (SPD), Andreas Hölzel (FWG), Jutta Thiele (FDP), Vanessa Grauer (Grüne) und Erika Rebbig-Kosir (Linke) zur Seite.

"Demokratie lebt von Menschen, die sich einbringen"

Zuvor hatte Bürgermeister Alexander Heppe die konstituierende Sitzung eröffnet. "Demokratie lebt davon, dass Menschen mitmachen, sich einbringen und für die Sache brennen", sagte Heppe. Daher dankte er allen Abgeordneten, dass sie ihre Zeit opferten, um Eschwege besser zu machen. Anschließend übergab er das Zepter an den Altersvorsitzenden Heinz-Jürgen Gathmann, der die Sitzung bis zur Wahl Hamps leitete.

Dessen Wahl bedeutete zugleich das Ende der Ära Karl Montag. Der Sozialdemokrat hatte dem Parlament 15 Jahre lang vorgestanden und gehörte zu den ersten, die seinem Nachfolger gratulierten. "Ich hoffe, es macht Ihnen soviel Spaß, wie es mir all die Jahre gemacht hat", sagte Montag, den Heppe mit Blick auf seine Wanfrieder Wurzeln als "Dietemann mit Migrationshintergrund" bezeichnete – jedoch nicht, ohne anzufügen: "Du hast die Stadt zu deiner Heimat gemacht."

Der Bürgermeister attestierte dem scheidenden Stadtverordnetenvorsteher eine unparteiische Amtsführung mit reichlich Humor und würdigte Montag unter anderem als festen Anker in allen Städtepartnerschaften. Das wurde auch in der kurzen Laudatio von Mühlhausens Bürgermeisterin Beate Sill deutlich.

Montag mahnt zu Bescheidenheit

Montag selbst schlug im Anschluss ernsthafte Töne an: "Es gibt zu wenige junge Menschen, die sich politisch engagieren", sagte er. Zudem mache ihm das Verhältnis zu den Nachbargemeinden Sorge: "Wir dürfen uns nicht immer als die große Kreisstadt präsentieren, sondern müssen für vertrauensvolle Zusammenarbeit werben."

Der geplante Einzug in den Magistrat blieb Montag verwehrt. Da Grüne und Linke einen gemeinsamen Wahlvorschlag einreichten, fiel der dritte Magistratssitz der SPD an das Bündnis. Ihn bekleidet nun Gerhard Marquardt (Grüne). Ihn soll nach zweieinhalb Jahren Markus Matejka (Linke) ablösen. Des weiteren gehören dem Magistrat Thomas Große, Heinz-Jürgen Gathmann und Stefan Happel für die CDU, Patricia Hölzel (FWG) sowie Berthold Diegel und Heidi Ott für die SPD an. Hinzu kommen der Bürgermeister und bis zum Ende seiner Amtszeit der Erste Stadtrat Reiner Brill (SPD). Ihm folgt am 1. Oktober Theodor Sternal (FDP) nach.

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