In Eschwege-Eltmannshausen kann man Bahnchef spielen

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Claudia und Hans Joachim Brand haben sich mit ihrer Bahnstrecke einen Traum erfüllt und lassen alle anderen Bahnbegeisterten mit spielen.

Claudia und Joachim Brand haben sich ihren „Bahntraum" erfüllt und lassen alle mitspielen.

Eschwege/Eltmannshausen. Die einen haben einen gepflegten Rasen vor der Tür, die anderen schwärmen für Stauden oder Gräser und wieder andere freuen sich über einen pflegeleichten Steingarten. Ganz anders ist das bei den Eheleuten Brand aus Eltmannshausen. Sie haben sich ihren Traum erfüllt. Ihre eigene Eisenbahnstrecke im Vorgarten. Auf einer Strecke von fast 15 Metern tuckert die Dampflok der Spur „G“ zwischen Häusern hindurch und über eine Brücke.

Mitfahrer erwünscht

Das besondere ist dabei, dass die Brands jeden einladen mitzuspielen, denn wenn die Bahn aufgebaut ist, darf man die Eisenbahn starten. „Wir wünschen uns, dass die Passanten die Lok fahren lassen und möchten auch den Kindern der Nachbarschaft eine Freude machen“, sagte Hans Joachim Brand. Bei der Einweihung kamen schon viele Nachbarn und bereits vorher wurde immer wieder neugierig nachgefragt, wann der Eisenbahnbetrieb denn nun endlich losginge, berichten die Eheleute. Von Mai bis August haben sie an der Anlage gebaut, allerdings mit Pausen – wenn es zu heiß war. Etwa 1.000 Euro haben sie verbaut und planen die Strecke noch zu verschönern. Für Claudia und Hans Joachim Brand war es eine Selbstverständlichkeit, dass sie ihre Bahn frei zugänglich in den Vorgarten bauen wollten. „Wir sind beide im Heimatverein und dabei in der Arbeitsgruppe für Dorfverschönerung, deshalb wollten wir etwas für die Gemeinschaft machen. Für uns ist das selbstverständlich, dass sich auch andere an unserer „Macke“ erfreuen können“, berichtet Claudia Brand.

Auf Tastertruck geht die fahrt los 

Die Eisenbahn wird nur bei schönem Wetter von Freitag bis Sonntag in Betrieb genommen. Die Brands bestücken dann das Schienennetz mit Häusern und Dekoration und bringen Lok und Wagen in Stellung. Die Besucher können über einen Taster die Bahn selbst in Betrieb setzen. Man merkt den Beiden an, welchen Spaß sie an ihrer Eisenbahn haben.

Uniformteile als Geschenke

Reinhold Röth und Adolf Zuber, ehemalige Eisenbahner und Nachbarn aus Eltmannshausen, haben ihnen echte Uniform-Mützen und eine Uniform-Lederjacke geschenkt, so dass beide mit der richtigen Ausstattung die Kontrolle über das Schienennetz haben. „Eine ältere Dame aus Eschwege hat uns angesprochen. Sie hat von ihrem Mann eine Anlage wie unsere geerbt. Sie hat uns eingeladen und möchte uns Teile abgeben. Das hat uns sehr gefreut“, erzählt Claudia Brand. Die Liebe zur Eisenbahn ist Hans Joachim Brand in die Wiege gelegt worden. Sein Vater war Eisenbahner und er selber hat jahrelang als Bahnpolizist gearbeitet. Jetzt ist er Pensionär und hat Zeit, mit seiner Frau sein Hobby auszubauen.

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