Initiative "Eschwege hilft" wurde für den Deutschen Ehrenamtspreis nominiert

Eschwege hilft Deutscher Ehrenamtspreis 2017 Berlin
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Bei Eschwege Hilft arbeiten etwa 30 ehrenamtliche Helfer mit. Ihr Einsatz wurde jetzt durch die Nominierung für den Deutschen Ehrenamtspreis 2017 belohnt.
Eschwege hilft Flüchtlinge Deutscher Ehrenamtspreis Berlin
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Hildegard Könnicker, Beate Westphal und Helga Schindewolf (v.l,) sortieren die eingegangenen Kleiderspenden.
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Maike Friedrich engagiert sich ehenamtlich und berät die „Kundinnen“ gerne.
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Jede Stimme zählt für den Deutschen Ehrenamtspreis 2017: Ab dem 12. September kann für "Eschwege hilft" im Onlineverfahren abgestimmt werden

Eschwege - „Wir wollen nach Berlin“, sagen die Aktiven von „Eschwege hilft“ und damit meinen sie die Veranstaltung zur Verleihung des Deutschen Ehrenamtspreis 2017. Die Initiative „Eschwege hilft“ wurde vom Ausrichter des Ehrenamts Preis Nordhessen nominiert. In Frage kommen für den Preis nur Preisträger regionaler oder bundesweiter Wettbewerbe.

5000 Euro für die gute Sache

Eine hochkarätige Jury vergibt einen Preis, der mit 5.000 Euro dotiert ist. Außerdem nehmen alle Teilnehmer an einer öffentlichen online-Abstimmung teil, die ab dem 12. September für sechs Wochen läuft. Hier wartet ein Preisgeld von 10.000 Euro und die ersten 50 Plätze der Abstimmung erhalten das Recht zur Teilnahme an kostenfreien Weiterbildungen in Berlin. Zur festlichen Preisverleihung sind am 5. Dezember alle Teilnehmer eingeladen. „Wir sind total stolz, dass wir nominiert wurden“, sagt Karl Montag, einer der Gründer von „Eschwege hilft“. Seit September 2015 sammelt die Initiative Kleidung, Haushaltsgegenstände und Möbel und gibt sie an Bedürftige, nicht nur Flüchtlinge, weiter. Träger von Eschwege Hilft ist der Förderverein für Arbeit, Design und Recycling. Von Anfang an haben sich die Ehrenamtler ohne feste Strukturen, wie Satzung, Kassenwart oder Vorstand organisiert. „Wir brauchen keinen Präsidenten oder Vorsitzenden, wir wussten, wir müssen neue Wege gehen. Bei uns werden grundsätzliche Fragen zusammen bei Kaffee und Kuchen besprochen und beschlossen“, erklärt er.

Helfen ohne Vereinsstruktur

30 ehrenamtliche Helfer arbeiten bei „Eschwege hilft“ mit, jeder setzte so viel Zeit ein, wie er es ermöglichen kann. Kommuniziert wird über Facebook und jeden Mittwoch und Freitag von 15 bis 17 Uhr trifft man sich im ehemaligen Helco Markt in der Mauerstraße in Eschwege. Dann werden die Sachen, die gespendet wurden, sortiert und begutachtet und an die Bedürftigen weiter gegeben. „Wir haben inzwischen auch Flüchtlinge in unserer Gruppe, die übersetzen können, daher sind wir mehr, als nur eine Stelle an der man sich Sachen holen kann,“ sagt Karl Montag.

Die Geflüchteten kommen in Kontakt mit Einheimischen, sie lassen sich Formulare erklären und bekommen Hilfe in vielerlei Hinsicht. Neben ihrer Arbeit unterstützen die Mitglieder von „Eschwege hilft“ Plan International. Wenn Spendengelder übrig bleiben, dann geht das Geld an die Organisation, die die Ausbildung von zwei Kindern in Kambodscha und im Sudan finanziert.

Miteinander Spaß haben

Die Ehrenamtler treffen sich auch untereinander und haben viel Spaß zusammen. „Es ist nicht nur die gemeinsame Arbeit, wir haben auch viel Spaß dabei und wachsen damit immer mehr zusammen“, berichtet Fritz Schindewolf. Dieser Zusammenhalt tue der Vernetzung der einzelnen Organisationen, die sich für Flüchtlinge und andere Bedürftige in Eschwege engagieren, sehr gut, sagt Karl Montag. Auf diese Weise kann man sehr schnell etwas erreichen, berichtet er. „Wir hoffe, dass uns die Jury wohlgesonnen ist, dann fahren wir im Dezember zur Verleihung nach Berlin,“ sagt Karl Montag.

Es ist abert eigentlich wie mit dem Oscar, schon die Nominierung ist eine Auszeichnung, waren sich die ehrenamtlichen Helfer einig.

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