SPD Eschwege schlägt Knut John als Kandidat vor

Der SPD-Ortsverein Eschwege hat Knut John (55) als Kandidaten für die Landtagswahl vorgeschlagen.  

Knut John wird von der SPD Eschwege als Kandidat für den Wahlkreis 9 vorgeschlagen und soll damit in die Fußstapfen von Lothar Quanz treten.

Werra-Meißner. Nun hat auch die SPD die Katze aus dem Sack gelassen und schickt den Eschweger Genossen Knut John (55) ins Rennen um die Kandidatur zum Landtagsabgeordneten, der am kommenden Freitag, 23. Februar, in Hessisch Lichtenau offiziell für den Wahlkreis 9 bestimmt werden soll. Weitere Vorschläge von Seiten der SPD gibt es bis heute nicht. Der öffentlich genannte Magnus Alt vom Ortsverein Großalmerode bestätigte sein Interesse an diesem Amt nicht.

Konzept für Wiesbaden

Um nicht nur seine Parteikollegen von seiner Eignung als Vertreter in Wiesbaden zu überzeugen, sondern um letztlich auch die Bürgerinnen und Bürger für sich zu gewinnen, sieht sich der in Niederhone wohnhafte Knut John in der Verantwortung einige wichtige Vorstöße in der Landesregierung zu machen. Einen wesentlichen Fokus legt er unter anderem auf die Landwirtschaft. „Es ist mir ein großes Anliegen, die regionale Landwirtschaft zu stärken. Der kleine Bauer soll auch weiterhin die Chance haben, direkt zu vermarkten, bevor die fortschreitende Industrialisierung alle kleinen Höfe schluckt“, macht John deutlich. Den ländlichen Raum an sich will der 55-Jährige besser vermarkten. „Wir müssen ihn attraktiv gestalten, um mehr Zuzüge zu bekommen. Wir müssen die Menschen aufs Land bekommen“, sagt er. Berufliche Erfolge konnte der SPD-Mann bereits mit seinen Lädchen-Projekten verzeichnen, die für die Nahversorgung in den kleinen Orten sorgen und damit den Bürgerinnen und Bürgern mehr Lebensqualität gewährleistet. Nach wie vor ein Thema werden die gebührenfreien Kitas für alle bleiben – und das ganztags. „Kind und Karriere dürfen sich nicht ausschließen. Jeder muss gleichermaßen die Chance haben, arbeiten zu gehen. Das ist nur mit einer vernünftigen Betreuung möglich“, weiß John und stößt das Thema KiFög an.

„Auch hier müssen Änderungen herbeigeführt werden. Es kann nicht sein, dass sowohl Erzieher/innen und Kita-Leitungen als auch Eltern und Kindern unter diesem Gesetz leiden. Letztlich fehlt durch das KiFög jede Menge Betreuungszeit“, sagt Knut John. Ein Thema ist für den 55-Jährigen jedoch auch der Tourismus, den er unter der neuen Dachmarke des Werra-Meißner-Kreises weiter vorantreiben möchte. „Wir müssen uns als touristische Einheit vermarkten – auch über Deutschland hinaus“, so John. Als kritisch sieht er allerdings vor allem die Situation in den Innenstädten. „Hier müssen definitiv neue Konzepte geschaffen werden, damit die Innenstädte nicht aussterben. Es kann nicht sein, dass die kleinen Läden alle schließen müssen und hier eine Lücke entsteht. Es besteht dringender Handlungsbedarf, um eine adäquate Lösung zu finden“, sagt er. Neben Knut John (SPD) steht für den Wahlkreis 9 derzeit nur der bereits nominierte Dirk Landau (CDU) für die Landtagswahl fest. Weil auch Sigrid Erfurth (Bündnis 90/die Grünen) nicht erneut kandidieren wird, ist davon auszugehen, dass auch aus diesem Lager ein Nachfolger hervorgehen wird. Bei den Freien Wählern steht derzeit nur Dr. Claus Wenzel für den Wahlkreis 10 zur Diskussion. Doch auch für Wahlkreis 9 wird vor dem Stichtag noch ein Kandidat bestimmt werden.

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