Mittel für Umbau des DGHs in Niederdünzebach bewilligt

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Der vorläufige Plan für das Mehrgenerationenhaus Niederdünzebach

Dorfgemeinschaftshaus wird barrierefrei und energetisch saniert.

Eschwege. Einen Bewilligungsbescheid in Höhe von 179.000 Euro konnte der Erste Stadtrat Thomas Große (als Vertreter des Bürgermeisters) und der Ortsvorsteher von Niederdünzebach, Rainer Bick, aus den Händen von Landrat Stefan Reuß entgegen nehmen. Mit dieser Summe wird das Dorfgemeinschaftshaus barrierefrei umgebaut und energetisch saniert. Der Einbau eines Autozuges und der Umbau der Toilettenanlage macht das Gebäude auch für gehbehinderte Menschen nutzbar. Die Summe stammt aus Fördermitteln der Europäischen Union zur Dorferneuerung.

179.000 Euro Förderung von der EU

 „Den Förderbescheid haben wir uns auch verdient“, sagte Rainer Bick. Niederdünzebach hatte, als die Dorferneuerung 2013 begann, sehr schnell reagiert und seine Chance genutzt, wie der Ortsvorsteher es ausdrückte. „Wir wurden beneidet, weil wir schon fertige Projektpläne auf Papier hatten, als die anderen noch überlegten, was sie machen wollten“, erzählte er bei der Übergabe. Möglich war dies durch die gute Vorarbeit des Niederdünzebacher Bürgers Horst Küllmer (ehemaliger Mitarbeiter des Städtischen Bauamtes), der die Pläne bis zur Bauantragsreife ausgearbeitet hatte, so der Ortsvorsteher. Landrat Stefan Reuß zeigte sich überrascht, wie viele Niederdünzebacher zu der Übergabe erschienen waren.

Viel Engagement bei der Dorferneuerung

 „Das finde ich richtig gut, dass Sie alle zu so früher Stunde hier erschienen sind. Das zeigt, wie viele sich im Dorferneuerungsprozeß engagieren.“ Den Einbau eines Fahrstuhls und von behindertengerechten Toiletten hält er für wichtig. „Ein Fahrstuhl muss sein, wenn man ein Handicap hat, dann können auch zwei Stufen ein Hindernis sein. Auch wenn man heute noch einigermaßen fit ist, in ein paar Jahren oder auch schon morgen, wenn etwas Dummes passiert, kann die Situation ganz anders sein. Die demographische Entwicklung macht solche Umbauten nötig, damit alle Generationen am gesellschaftlichen Miteinander teilnehmen können“, erläuterte der Landrat.

Mehrgenergationen-Wohnanlage geplant

Für Niederdünzebach soll das erst der Anfang sein. Neben dem Dorfgemeinschaftshaus ist eine Mehrgenerationen-Wohnanlage mit Betreutem Wohnen geplant, die es Bürgerinnen und Bürgern aus dem Ortsteil und aus Aue ermöglichen soll, in ihrem Heimatort auch ihren Lebensabend zu verbringen. „Für die Realisierung sind wir mit Investoren in Kontakt, aber bis die Anlage realisiert sein wird, ist es noch ein schwieriger Weg“, sagte Rainer Bick voraus. Zur Zeit gibt es eine Vorplanung mit Bungalows, in denen Ein- und Zweizimmer-Appartements errichtet werden sollen. „Wir sind da noch ganz offen, man muss sehen, was sich rechnet,“ erklärte er die Pläne. „Das ist die Stärke von Niederdünzebach, man ist hier immer schnell und gut vorbereitet, es wird schnell umgesetzt und dann auch gut gepflegt“, lobte Klaus Kurz, der Sachgebietsleiter für den Bereich Planen und Bauen der Stadt Eschwege.

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