Fehlkonstruktion?- Im Eschweger Stadtteil Niederhone gibt es statt eines Teiches nur eine Brache

Statt eines Teiches gibt es in Niederhone nur eine Brachfläche.
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Statt eines Teiches gibt es in Niederhone nur eine Brachfläche, davon konnten sich Mitglieder der SPD-Ratsfraktion überzeugen.
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Statt eines Teiches gibt es in Niederhone nur eine Brachfläche.

Statt des versprochenen attraktiven Naherholungsbereiches gibt es in Niederhone an der Bahnstrecke nur eine trockene Brache.

Eschwege. Der Ortsvorsteher von Niederhone, Jürgen Gonnermann, ist mit seinem Latein am Ende. Die Grünflächen neben dem Bahndamm in Niederhohne, die als Ausgleichsmaßnahme nach dem Bau des Eschweger Stadtbahnhofes neu gestaltet wurden, beschäftigen ihn inzwischen seit mehr als fünf Jahren. Die Umgestaltung der ehemaligen Schrebergartenanlage war nach dem Bau des Eschweger Stadtbahnhofes als Kompensationsmaßnahme nach den §§ 14 und 15 des Bundesnaturschutzgesetzes notwendig geworden. Versprochen wurde dem Ortsbeirat eine „ökologische Aufwertung der Flächen in einem Bereich, der durch die Lage zwischen dem Wehrearm und der Bahn relativ störungsarm ist“, so der Bebauungsplan für dieses Gebiet (Flur 2196 Niederhohne, Flur 1, Flurstück 59). 

"Anlage offener Wasserflächen" im Bebauungsplan

Der Plan sieht die „Anlage offener Wasserflächen“ und die Anpflanzung einzelner „großkroniger Bäume“ vor. Außerdem solle ein „parkähnlicher Charakter entstehen und das Gebiet zur „Naherholung eine Aufwertung“ erfahren. Für die Umgestaltung des Geländes und die Anlage der Flachwasserteiche wurden insgesamt rund 100.000 Euro ausgegeben. Eine offene Wasserfläche ist nach den Berichten des Ortsvorstehers aber nie entstanden. Der Ortsbeirat wünscht einen gemeinsamen Termin mit interessierten Bürgern, Bürgermeister Heppe, Vertretern der zuständigen Fachabteilungen und des planenden Ingenieurbüros.

Ortsbeirat wünscht gemeinsamen Termin

„Wir wollen hier keine Parteipolitik machen und wollen die Sachlichkeit beibehalten. Wir suchen auch keinen Schuldigen, aber wir wollen endlich eine Lösung des Problems,“ sagt Jürgen Gonnermann. Der Ortsbeirat möchte durch weitere Maßnahmen das Ge biet aufwerten. Ein Barfußpfad ist geplant, ein Insektenhotel ist schon fertiggestellt und wartet nur auf die Aufstellung. Ohne einen funktionierenden Teich macht das alles aber kaum Sinn, so Gonnermann. Nach seiner Ansicht ist der Teich, so wie er ausgeführt worden ist, eine Fehlkonstrution. Er hat keinen Zufluss aus dem unmittelbar angrenzenden Wehregraben, er liegt zu hoch, um von Grundwasser gespeist zu werden, und der Eintrag durch Oberflächenwasser ist zu gering. „Dadurch, dass kein konstanter Wasserspiegel entsteht, können die Betonitmatten nicht quellen und damit wird die Teichsohle nicht abgedichtet,“ erklärte der Niederhohner Ernst Ludwig Steiß von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald beim Lokaltermin.

Gonnermann: „Teich ist eine Fehlkonstriktion"

Selbst bei den Starkregen der letzten Wochen hat sich kaum Wasser im Teich angesammelt, beim Ortstermin war die Teichsohle trocken. Die Mitglieder des Ortsbeirates haben auch immer wieder auf das Problem hingewiesen und als Lösungsvorschlag die Anbindung des Teiches an die Wehre über ein Rohr ins Spiel gebracht, passiert ist aber nichts. Nach der Besichtigung haben die SPD-Ratsmitglieder Alexander Feiertag und Karl Montag zugesichert, das Thema Flachwasserteiche in die nächste Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Umwelt der Stadt Eschwege einzubringen. „Wir sind dankbar für jeden Parlamentarier, der sich für die Situation interessiert,“ sagt der Ortsvorsteher Jürgen Gonnermann.

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