Gedenken gegen das Vergessen- 80 Jahre Reichspogromnacht in Eschwege

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Am Morgen nach der Reichspogromnacht war der Innenraum der Eschweger Synagoge völlig verwüstet.

Mit acht Veranstaltungen erinnert man an die Reichspogromnacht in Eschwege.

Eschwege. 80 Jahre sind vergangen, seit staatlich sanktionierte Gewaltexzesse gegen Juden in Eschwege organisiert wurden. Am 8. November, einen Tag früher als in vielen anderen Städten Deutschlands, wurden in Eschwege jüdische Einrichtungen demoliert, Geschäfte zerstört und Wohnungen jüdischer Mitbürger verwüstet. Die nationalsozialistische Propaganda prägte für diese organisierten Verwüstungen, den zynischen Ausdruck „Reichskristallnacht“ und bezog sich damit auf die mit Scherben übersäten Straßen. Gegen diese Gewaltakte gab es aus der nichtjüdischen Bevölkerung kaum Proteste, sie ebneten den Nationalsozialisten den Weg zum Holocaust.

Acht Veranstaltungen zum Gedenken

Eine Gedenkstunde in der ehemaligen Synagoge, ein Gottesdienst, Rundgänge und Führungen und zwei Ausstellungen gehören zum Programm, „Gedenken gegen das Vergessen“. Mit den acht verschiedenen Veranstaltungen, wollen Eschweger Bürger und Organisationen an die Ereignisse vor 80 Jahren erinnern.

Schülerinnen und Schüler machen mit

„Es ist uns gelungen das Thema in die Schulen zu tragen, damit die Schüler ihre Rückschlüsse ziehen können. Die Schüler, die mitmachen, tragen die Gedanken über den Alltagsunterricht hinaus, sie werden Botschafter für Humanität und Wertvorstellungen, die auch heute wieder in Gefahr sind“, berichtet Gerd Strauß, einer der Organisatoren. Schüler der Anne-Frank-Schule lesen Texte jüdischer Bürger. Die Geschichtswerkstatt des Oberstufengymnasiums hat eine multimediale Ausstellung zusammen getragen, die in einem leerstehenden Ladenlokal am Stad 11 bis 13 gezeigt wird. Nähere Informationen bekommt man bei Stadtarchiv unter Telefon 05651/ 304281 oder im Flyer zur Veranstaltungsreihe.

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