DRK Eschwege ist mit neuem Sonder-Rettungswagen im Einsatz

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Können im neuen RTW mit einer bis zu 725 Kilogramm belastbaren Trage Patienten transportieren: (v.li.) Tim Tugusev (Rettungssanitäter im FSJ), Marcel Philipp (Rettungsassistent), Rettungsdienstleiter Matthias Gebhardt und Thomas Wuth, Geschäftsführer DRK Eschwege.

Seit Anfang März ist das DRK Eschwege mit dem Sonder-RTW unterwegs. Damit können neben adipösen Personen auch Intensivpatienten transportiert werden - nach ärztlicher Anordnung.

Eschwege. Er verbindet maximale Sicherheit, höchste Funktionalität und die neueste Technik - der neue Sonder-Rettungswagen (RTW) des Deutschen Roten Kreuz (DRK) Eschwege ist seit Anfang März im Kreis unterwegs. „Hauptsächlich eingesetzt wird der neue RTW für Transporte von adipösen Personen und Intensivpatienten”, berichtet Thomas Wuth, Geschäftsführer des DRK Kreisverband Eschwege. Insgesamt geht die Rettungswache von knapp 100 Einsätzen im Jahr aus. Der Patient kann dabei entweder liegend auf der Trage oder in einem Krankenhausbett transportiert werden. „Ein Transport, bei dem der Patient aus medizinischen Gründen nicht umgehoben werden kann, kann im Intensiv-Krankenhausbett erfolgen. Das geht aber nur mit vorheriger ärztlicher Genehmigung”, so Matthias Gebhardt, Notfallsanitäter und Rettungsdienstleiter. Mit nur wenigen Handgriffen ist dabei die Umstellung der Bodenhalterung erledigt. Auch Tragen mit einer Breite von etwa einem Meter können so mit größter Sicherheit fixiert werden. Alle Mitarbeiter erhielten eine entsprechende Ersteinweisung.

Automatische Hebebühne entlastet Mitarbeiter

Die automatisch hoch- und runterfahrende Hebebühne (Traglast 1000 Kilogramm) sorgt sowohl beim Patienten als auch bei den Notfall- und Rettungssanitätern für höchsten Schutz und schonenden Transport. Ein schweres Tragen oder Heben für die Mitarbeiter entfällt.

Als Zusatz ist das Fahrzeug mit einer Luftfederung ausgestattet, die im Fahrerraum weicher oder härte, je nach Last, eingestellt werden kann. Ansonsten entspricht die medizinische Ausstattung des Sonder-RTW dem der normalen Rettungsfahrzeuge: Spritzenpumpen, Beatmungsgerät, EKG, Absaugpumpen und Medikamente sind vorhanden, und werden bei jedem Schichtwechsel überprüft. „Damit gewährleisten wir die sofortige Einsatzbereitschaft des Wagens”, erklärt Gebhardt.

Trotzdem der RTW mit einem Sonderaufbau unterwegs ist, ist er äußerlich auf den ersten Blick kaum von den anderen Fahrzeugen zu unterscheiden. Das Fahrzeug ist lediglich 30 Zentimeter breiter und je nach eingestellter Federung etwa 20 Zentimeter höher.

Auftraggeber für den neuen RTW war der Werra-Meißner-Kreis, der veranlasste, dass ein solches Fahrzeug im Eschweger Fuhrpark bereit steht, um die vorgegebene Ausrückzeit einhalten zu können. Die Finanzierung übernehmen die Kostenträger des Rettungsdienstes, das DRK ist mit einem Eigenanteil beteiligt.

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