Eschweges Schlosspark soll attraktiver werden

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1977 zierte noch ein Brunnen den Schlosspark in Eschwege.

Die Stadtverordnetenversammlung regt die Einführung einer Gelben Tonne an.

Eschwege. Hecke oder keine Hecke? Gelbe Tonne oder Gelber Sack? Das waren nur zwei der Fragen, mit denen sich die Eschweger Stadtverordneten in ihrer letzten Sitzung in der Stadthalle beschäftigten.

Schlosspark Umgestaltung

Auf Antrag der SPD-Fraktion soll der Schlosspark umgestaltet werden, dem stimmten die Stadtverordneten einstimmig zu. Nach dem ursprünglichen Antrag soll dazu die Hecke, die den Park von der Straße trennt, umgehend komplett entfernt werden. Zum einen will die SPD-Fraktion dadurch die bessere Anbindung des Parks erreichen und den attraktiven Blick ins Werratal besser zugänglich machen. Zum anderen soll der Treffpunkt für Drogendealer und Nichtsesshafte damit verschwinden. Alexander Feiertag (SPD) sprach in diesem Zusammenhang in seiner Antragsbegründung von „unschönen Vorfällen“ in der letzten Zeit und Jörg Heinz (SPD) berichtete von Drogenhandel in unmittelbarer Nähe der Friedrich-Wilhelm-Schule.

CDU-Fraktion ist gegen Radikallösung

Jörg Rüppel (CDU) kann den Wunsch nach Entfernung der Hecke nicht nachvollziehen. Seiner Meinung nach bietet das Buschwerk Vorteile, es diene zur Kühlung, zum Schallschutz und zur Reinigung der Luft von Schadstoffen. Außerdem sieht er in der gemischten Hecke eine wertvolle Futterstelle für heimische Bienen. Er hält die komplette Entfernung der Hecke auch für ein schlechtes Beispiel für die Bürger. Seine Fraktion stellte daher einen neuen Antrag, der das Freischneiden von Sichtachsen und eine Neugestaltung des Parks vorsieht.

Vanessa Grauer (Die Grünen) betonte ebenfalls die Wichtigkeit der Bepflanzung für den Lärmschutz und die Bindung von Feinstaub. Außerdem äußerte sie die Befürchtung, dass die Probleme, die man derzeit im Schlosspark mit Kriminalität habe, durch die Entfernung der Hecke nicht verschwinden würden, sondern sich nur verlagern. Sie hält es für besser, dass man weiß, wo die Problemzone ist, als dass diese sich irgendwo neu formiere, ohne dass man wisse wo. Für Jörg Heinz (SPD) ist die Entfernung der „hässlichen Hecke“ sehr wichtig. „Egal ob sich das Problem verlagert, Hauptsache nicht vor der Schule“, argumentierte er. Petra Strauß (SPD) schlug vor, den Brunnen, der von Moritz Werner gestiftet worden ist und lange den Schlosspark zierte, wieder in das Gestaltungskonzept aufzunehmen, um den Park aufzuwerten.

Gelbe Tonne

Die Stadtverordnetenversammlung beschloss auf Antrag der SPD-Fraktion, den Magistrat damit zu beauftragen, den Einsatz einer Gelben Tonne an Stelle des Gelben Sacks voranzutreiben. Gelbe Säcke, die als Futterstelle für Waschbären, Ratten und anderes Getier dienen und bei ungünstiger Witterung vom Wind durch die Straßen getrieben werden, sind nach Ansicht der Abgeordneten kein ertragbarer Zustand, deshalb sollten die Verpackungsabfälle künftig in einer Gelben Tonne gesammelt werden. Festgelegt wird die Form der Entsorgung in einer Abstimmungsvereinbarung, die zwischen dem Landkreis und dem Dualen System Deutschland abgeschlossen wird. Derzeit sieht diese Vereinbarung eine „Lose Sackabholung“ vor. „Wir wünschen uns eine Gelbe Tonne für uns und für den Kreis“, sagte Knut John (SPD) bei seiner Antragsbegründung. Eschwege als Kreisstadt solle eine Vorreiterrolle für den gesamten Landkreis einnehmen. Der Magistrat wird beauftragt, an den Kreis heranzutreten.

 „Er soll mal sein Glück versuchen, mehr geht nicht“, formulierte es Stefan Schneider (CDU). Außerdem beschlossen die Stadtverordneten einstimmig die Überweisung des Haushaltsplanes 2019 an den Finanzausschuss und an den Ausschuss für Bauen und Umwelt und die Bestellung eines Wirtschaftsprüfers für den Bauhof. Der Magistrat wird auf Antrag der Linken in einer der nächsten Sitzungen über den Zustand der Eschweger Straßen berichten.

Anregungen

Unter dem Punkt Anregungen fragte Vanessa Grauen (Die Grünen) nach dem Sachstand im Fall des Feuchtbiotops in Niederhone. Karl Montag (SPD) erkundigte sich nach dem Termin der Eröffnung des Pump Tracks (Strecke für Mountainbikes) und des Kletterfelsen im Bereich Schwanenteich und Torwiese.

Stefan Schneider (CDU) regte an, dass man die Mitbürger darauf hinweisen solle, dass bei der großflächigen Versiegelung von Gärten durch Steingärten mit Planen auch höhere Kosten für Schmutzwasser auf sie zukommen können.

Dr. Manfred Bödicker (CDU) regte an, dass Mitarbeiter des Eschweger Tiefbauamtes in einer Sitzung des Ausschusses für Bauen und Umwelt über den Zustand der Straßen berichten, ebenso soll Wirtschaftsförderer Wolfgang Conrad die Aktivitäten der Wirtschaftsförderung erläutern.

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