Eschwege will keine Abstriche bei der Tourismusförderung machen

Das Marktspektakel in der Eschweger Innenstadt gehört zu den zahlreichen Veranstaltungen, die die Tourist-Information für Urlauber und Einwohner ausrichtet. Foto: Archiv
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Das Marktspektakel in der Eschweger Innenstadt gehört zu den zahlreichen Veranstaltungen, die die Tourist-Information für Urlauber und Einwohner ausrichtet. Foto: Archiv

Trotz Meinhards Ausscheren aus dem gemeinsamen Tourismus-Zweckverband will Eschwege den Wirtschaftszweig Tourismus weiter ausbauen.

Eschwege. Nachdem Meinhard den Austritt aus dem Tourismus-Zweckverband beschlossen hat, bleibt Eschwege ab 1. Januar als letzter von ursprünglich vier Partnern übrig – für Bürgermeister Alexander Heppe ist das allerdings kein Grund, den Zweckverband infrage zu stellen.

"Damit machen wir deutlich, dass Tourismusförderung in Eschwege eine eigenständige Einheit ist und dass wir offen für neue und alte Partner sind", sagt Heppe. Ohnehin sei die Urlaubs- und Erlebnisregion Werratal nur als Einheit zu vermarkten. Darin ist er sich mit Geschäftsführerin Jutta Riedl einig.

"In der Tourist-Information (TI)  werden wir selbstverständlich weiter auch auf Angebote außerhalb Eschweges hinweisen", sagt Riedl. Schließlich sei die Kreisstadt keine Insel. Das Problem: Die Kosten für diesen Service muss Eschwege ab 2018 allein stemmen.

Tourismusförderung als Wirtschaftsförderung

Bislang sind das 200.000 Euro pro Jahr – hinzu kommen Investitionen in die touristische Infrastruktur. Ob es bei diesem Betrag bleibt, sei noch nicht abzusehen, sagt Heppe. Er betont jedoch, dass der Tourismus in Eschwege parteiübergreifend hohe Priorität genieße – schließlich profitierten nicht nur Gastgeber und Gastronomie von den Gästen aus dem In- und Ausland, sondern auch der Handel. Zudem sei sich die Stadt ihrer Rolle als Zentrum des Werratals bewusst.

Die Reduzierung oder gar Einstellung der touristischen Aktivitäten hält Heppe daher "für den völlig falschen Weg". Im Gegenteil: Er möchte vor allem den naturnahen Tourismus  weiter ausbauen. "Der Trend geht zum Deutschland-Urlaub – und den müssen wir nutzen", sagt Heppe. Ein Selbstläufer sei das allerdings nicht. "Die Leute kommen nicht von alleine."

Früchte der jahrelangen Arbeit ernten

Dass nach Wanfried im Jahr 2015 nun auch Meinhard dem Zweckverband den Rücken kehrt, stößt bei Riedl daher auf Unverständnis: "Jetzt können wir die Früchte unserer jahrelangen gemeinsamen Arbeit ernten", betont sie. Dafür brauche es aber sowohl Geld als auch Manpower.

Umso wichtiger sei eine TI mit einem engagierten und kompetenten Team, sagt Heppe. "Die bietet mit der Rundum-Betreuung für Urlauber und potenzielle Gäste einen unglaublichen Mehrwert." Der reicht von Pauschalangeboten über individuelle Urlaubsplanung bis hin zu Veröffentlichungen wie dem Ausflugsplaner. Zudem sorgen die Profis dafür, dass Eschwege auf der touristischen Landkarte prominent vertreten ist.

Dass die Arbeit Früchte trägt, war jüngst auf der Facebook-Seite der Deutschen Botschaft in den USA zu sehen. Die hat Eschwege in der Rubrik #GermanTownTuesday vorgestellt. Der Kontakt sei über die Webseite der TI zustandegekommen, berichtet Jutta Riedl.

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