Eschweger Familienbüro feierte Eröffnung

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(V.li.) Jörn Engler (Fachdienst Jugend und Soziales der Stadt Eschwege), Familienbüro-Leiterin Ricarda Feigenspan, Ilona Friedrich (Fachdienst Jugend, Familie und Soziales des Werra-Meißner-Kreises) und Bürgermeister Alexander Heppe bei der Eröffnung des Familienbüros am Eschweger Obermarkt. Foto: Renneberg

Die Stadt Eschwege verfügt seit heute über ein Familienbüro, das Familien mit Infos sowie bei Fragen, Wünschen und Problemen zur Verfügung steht.

Eschwege. "Das hat es in dieser Form in Eschwege noch nicht gegeben", sagte Bürgermeister Alexander Heppe am Donnerstagnachmittag bei der Eröffnung des städtischen Familienbüros am Obermarkt. Das dient Familien künftig als zentrale Anlaufstelle bei Fragen, Wünschen und Problemen.

Unser Ziel ist es, eine niedrigschwellige Anlaufstelle für Familien zu etablieren, wo diese Informationen finden, Beratung in Anspruch nehmen oder sich einfach einen Überblick über die Angebote in Eschwege verschaffen können", sagte Heppe. Zudem soll das Familienbüro dabei helfen, Vereine, Verbände und soziale Einrichtungen in der Kreisstadt miteinander zu vernetzen. Der Bürgermeister sieht das Familienbüro als "Schaufenster der Familienpolitik in Eschwege und der Region."

Eine besondere Rolle kommt dabei der Bürgerbeteiligung zu, wie auch die Leiterin des Familienbüros, Ricarda Feigenspan, betonte: "Wer Ideen hat, wie wir Eschwege noch attraktiver für Eltern und Kindern machen können, ist im Familienbüro gern gesehen." Die städtischen Gremien werden die Anregungen dann in ihre Planungen einbeziehen. Überhaupt ist es Feigenspan wichtig, dass das Büro nicht ausschließlich bei Problemen als Anlaufstelle zur Verfügung steht. Fragen etwa zu Kinderbetreuung, Freizeitangeboten oder ähnlichem werden dort ebenfalls beantwortet. "Und wo wir selbst nicht helfen können, kennen wir bestimmt jemanden, der das kann", so Feigenspan weiter.

Akteure vernetzen - Familien stärken

Die Bedeutung einer solchen Einrichtung für die Kreisstadt hob Ilona Friedrich, Fachbereichsleiterin Familie, Jugend und Soziales beim Werra-Meißner-Kreis hervor: "Kinderarmut ist in Eschwege ein großes Thema." Rund ein Viertel der Kinder lebe in Familien, die Sozialleistungen beziehen. Kreisweit liegt die Quote bei 13,4 Prozent. Zudem sei der Anteil Alleinerziehender in Eschwege überdurchschnittlich hoch. "Je stärker sich die einzelnen Akteure vernetzen, desto besser können wir die Familien stärken", so Friedrich weiter.

Die Idee für das Familienbüro hat der ehemalige Sozialdezernent und Erste Stadtrat Reiner Brill im Rahmen des Auditierungsprozesses zur Familiengerechten Kommune entwickelt, wie Bürgermeister Alexander Heppe ausführte. Für die Umsetzung zeichnete vor allem Jörn Engler vom Fachdienst Familie und Soziales der Stadt verantwortlich. Gefördert wird das Projekt vom Hessischen Sozialministerium. Zudem spendete die Eschweger Rechtsanwaltskanzlei Dreber und Faber 1.000 Euro, die in die Ausstattung der Spielecke flossen, in der Kindern unter anderem eine Motorikwand zur Verfügung steht.

EXTRA-INFO: Die Öffnungszeiten

Das Familienbüro am Obermarkt 14 ist mittwochs von 10 bis 13 Uhr, donnerstags von 14 bis 17 Uhr sowie jeden ersten Samstag im Monat von 10 bis 13 Uhr geöffnet.

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