Eschweger Heizanlage hat Vorbildcharakter

+

Schwalmstädter Delegation besuchte den Baubetriebshof der Kreisstadt, um sich über die dortige Biomassefeuerungsanlage zu informieren.

Eschwege. Die Energieversorgung der Stadt Eschwege könnte als Vorbild für andere Kommunen dienen: Mitte Januar war  Schwalmstadts Bürgermeister Dr. Gerald Näser bei den Verantwortlichen des Eschweger Baubetriebshofs (BBH) zu Gast, um sich über dessen Biomassefeuerungsanlage zu informieren. Die Schwälmer arbeiten derzeit an einem neuen Energiekonzept für den Baubetriebshof und die Feuerwache.

Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe stellte seinem Amtskollegen die Anlage  gemeinsam mit Betriebsleiter Uwe Schäffer, dessen Stellvertreter Markus Köthe und Sachgebietsleiter Thomas Franke persönlich vor.

Anlage versorgt rund 60 Mitarbeiter mit Warmwasser

Die Hackschnitzelheizungsanlage heizt über eine Nahwärmeleitung die Betriebsgebäude sowie die Werkstatthalle, die Schreinerei, das Bürogebäude und die Gemeinschaftsräume und versorgt die rund 60 Mitarbeiter mit Warmwasser. Der Wärmebedarf wurde früher von Gaskesseln gedeckt, die Kosten von mehr als 30.000 Euro pro Jahr verursachten.

Um diese Kosten zu senken, wurde die Biomassefeuerungsanlage installiert und die Warmwasserbereitung durch eine Solarthermieanlage unterstützt. Die benötigte Biomasse – in diesem Fall Hackschnitzel – fällt nahezu vollständig bei den Grünpflegearbeiten des BBH auf städtischen Grundstücken an. Der Brennstoffbedarf liegt bei etwa 85 Tonnen, die in einem neu errichteten Bunker gelagert werden. Obwohl nicht der gesamte Wärmebedarf des Betriebs gedeckt wird, konnten die Kosten  auf 8.000 Euro reduziert werden.

Baustein zur Optimierung der Energiebilanz

Die Hackschnitzelheizung sei ein weiterer Baustein, um die Klima- und Energiebilanz der Stadt zu optimieren, erklärte Heppe gegenüber den Schwalmstädter Gästen, denen Markus Köthe zudem die Bedeutung der Hackschnitzelfeuerungsanlage für die Gesamtwirtschaftlichkeit des Betrieb erläuterte.

In der Vergangenheit hatten bereits Vertreter anderer Gemeinden und Institutionen  die Anlage besichtigt und Auskünfte zu Betrieb und Wirtschaftlichkeit eingeholt.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

B 452 Eschwege: Hauptträger zum Neubau der Heubergbrücke werden eingebaut

Die ersten Spannbetonträger für die neue Heubergbrücke sind eingesetzt. Bis morgen Nachmittag sollen die fünf Träger, jeweils zwischen 65 und 70 Tonnen schwer, sitzen.
B 452 Eschwege: Hauptträger zum Neubau der Heubergbrücke werden eingebaut

Ladendieb wird renitent und geht auf Mitarbeiter los: Polizei sucht Zeugen nach Vorfall in Eschwege

Heute Morgen wurde die Polizei in Eschwege zu einem Ladendiebstahl gerufen. Der Tatverdächtige hatte sich, wie sich später herausstellte, auch noch eine …
Ladendieb wird renitent und geht auf Mitarbeiter los: Polizei sucht Zeugen nach Vorfall in Eschwege

Entdecken und Experimentieren am Sonntag auf der MINT-Messe in Witzenhausen

Sie gehört zu den Top-Veranstaltungen im Werra-Meißner-Kreis: Die Messe „Technik zum Anfassen“. Zum achten Mal öffnen sich die Messetore der DEULA GmbH und LLH HeRo.
Entdecken und Experimentieren am Sonntag auf der MINT-Messe in Witzenhausen

Märchenhaft einkaufen am Freitag in Witzenhausen

Am Freitag verwandelt sich Witzenhausen wieder in eine Märchenstadt, wenn es heißt „Märchenhaftes Einkaufen".
Märchenhaft einkaufen am Freitag in Witzenhausen

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.