EU-Abgeordnete informierte sich über den Werratalsee

+
Alexander Feiertag, Lothar Quanz, Dr. Marita Kroneberger, Knaus Campmanager Bruno Simon, Martina Werner, Carina Fissmann und Sandra Knaus und Oliver Krämer von der Helmut Knaus KG beim Lokaltermin am Südufer. Foto: Bennighof,

Martina Werner informierte sich auf Ihrer Sommertour zusammen mit SPD-Poltikern in Eschwege über den Zustand des Werratalsees.

Von ELISABETH BENNIGHOF

Werra-Meißner. Auf ihrer Sommertour durch Nordhessen besuchte die Europa-Abgeordnete Martina Werner (SPD) auch das Südufer des Werratalsees. "EU-Fördermittel werden von den Regionen vergeben, aber ich möchte sehen, wie die Mittel verwendet werden”, erklärte sie.

Aus dem Europäischen Fond und Mitteln der Europäischen Union sind in den vergangenen Jahren mehr als 3 Millionen Euro zum Ausbau des Nord- und Südufers verwendet worden.

Der Landtagsabgeordnete Lothar Quanz (SPD) betonte die zentrale Bedeutung des Sees für die touristische Entwicklung und schilderte den derzeitigen Stand des Genehmigungsverfahrens für die Wasserspiegelanhebung.

Politische Lösung für die Algenplage gefordert

"Es muss eine politische Lösung für den See gefunden werden. Er ist zu wichtig, um ihn liegen zu lassen”, erklärte er. Eschweges SPD-Fraktionschef Alexander Feiertag formulierte es gegenüber Martina Werner noch schärfer: "Das ist ein rechtliches und damit ein politisches Problem. Bitte hilf!"

Werner selbst sagte: "Die Region hat eine sehr gute Entwicklung genommen. Dieses Pflänzchen muss man weiter pflegen.”

Sandra Knaus, Geschäftsführerin der Helmut KNAUS KG, betonte die Wichtigkeit des Sees für ihren Campingpark: "Wenn es in einigen Jahren heißt "Baden verboten", dann sieht das hier sehr schlecht aus. Die Camper kommunizieren untereinander, da schadet ein Badeverbot nachhaltig. Es wäre schön, wenn endlich Ergebnisse kämen und das Thema vom Tisch wäre".

Der Campingpark ist mit etwa 35.000 Übernachtungen jährlich ein wichtiger touristischer Wirtschaftsfaktor für die Region. Nach statistischen Erhebung gibt jeder Camper durchschnittlich 30 Euro pro Tag aus, berichtete Lothar Quanz. "Das ist auch eine Wertschöpfung für die Stadt", erklärte er.

EXTRA-INFO: Blaualgen und Seespiegelanhebung

Ein Gutachten hat die Überdüngung des Sees als Ursache für die übermäßige Vermehrung der Blaualgen festgestellt. Die Fachleute empfehlen, den Wasserspiegel anzuheben und den Damm zur Werra abzudichten.

Die Obere Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums in Kassel hat die Anhebung jedoch abgelehnt. Als Hauptargument führt die Behörde die Bedeutung des Sees für den Hochwasserschutz an.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

WerraMan 2019: Vorjahressieger Pippart und Rhode erneut auf Platz eins

Timo Pippart und Anna Rhode siegen bei der Kurzstrecke, Philipp Mock und Theresa Koch erreichen auf der olympischen Distanz als erste das Ziel.
WerraMan 2019: Vorjahressieger Pippart und Rhode erneut auf Platz eins

Bildergalerie: Das war der Erntefestumzug 2019 in Bad Sooden-Allendorf

Heute zog der Festumzug des Erntefestes in Bad Sooden-Allendorf durch die Altstadt.
Bildergalerie: Das war der Erntefestumzug 2019 in Bad Sooden-Allendorf

Verkehrskontrolle: 34-Jähriger fuhr mit über 1 Promille

Am Samstag, gegen 1.45 Uhr, wurde im Stadtgebiet Eschwege ein 34-jähriger Pkw-Fahrer aus Eschwege einer Verkehrskontrolle unterzogen.
Verkehrskontrolle: 34-Jähriger fuhr mit über 1 Promille

Weihnachtsmarkt in Eschwege soll am dritten Adventswochenende stattfinden

Am dritten Adventswochenende wird es auf dem Eschweger Marktplatz von 13 bis 18 Uhr einen Weihnachtsmarkt geben.
Weihnachtsmarkt in Eschwege soll am dritten Adventswochenende stattfinden

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.