Evangelische und Katholische Kirche bekennen sich zur Ökumene

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(V.li.) Dekan Dr. Martin Arnold, Ulrike Kirch, Dechant Mario Kawollek und Alfred Weber.

Mit einem gemeinsamen Gottesdienst haben evangelische und katholische Christen im Jubiläumsjahr der Reformation ein Zeichen für die Ökumene gesetzt.

Eschwege. Mit einem gemeinsamen Gottesdienst haben evangelische und katholische Christen aus der Region Eschwege im Jubiläumsjahr der Reformation ein Zeichen für die Ökumene gesetzt. Auf dem Altar der katholischen St. Elisabeth-Kirche in Eschwege lag eine Barriere, die zu einem Kreuz jedoch umgebaut wurde.

Ulrike Kirch für die katholische Kirche und Alfred Weber für die evangelische Kirche bekannten deren Schuld im Blick auf die über Jahrhunderte währende Entzweiung und baten dafür Gott um Vergebung.

In einer Zeit, in der es immer weniger Christen gebe, müssten die Konfessionen zusammenrücken, sagte Dechant Mario Kawollek. Dekan Dr. Martin Arnold ergänzte: „Unsere Gesellschaft braucht das gemeinsame christliche Zeugnis. Wir sollen nicht über Randfragen miteinander streiten, sondern Salz und Licht für die Welt sein.“ Nach Jahrhunderten wechselseitiger Verurteilungen und Abgrenzungen sei durch den ökumenischen Prozess der vergangenen Jahrzehnte eine geschwisterliche Beziehung gewachsen.

Der Gottesdienst schloss mit der Selbstverpflichtung, weitere Schritte im Geist der ökumenischen Geschwisterlichkeit zu gehen. Es gelte, die Gemeinsamkeiten des Glaubens hervorzuheben, die Übereinstimmung in der Rechtfertigungslehre zu vertiefen, gemeinsam die frohe Botschaft zu bezeugen und eine Kultur der Zusammenarbeit auf allen kirchlichen Ebenen zu fördern. Zugleich wolle man alles unterlassen, was Anlass zu Zerwürfnissen geben könnte.

Das im Gottesdienst aufgerichtete Kreuz soll nun auf Wanderschaft gehen in die Kirchen der Region.

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