Falsche Polizisten am Telefon

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Ein neue Betrugsmasche am telefon nimmt zu. Dabei rufen falsche Polizisten an, um zu ermitteln, wie viel ein möglicher EInbruch einbringen würde

Eschwege. Am gestrigen Nachmittag, zwischen 15:55 Uhr und 16:25 Uhr, erhielten drei Personen im Kreis Anrufe von angeblichen Polizeibeamten. Im ersten Fall meldete sich eine männliche Person, die sich als Eschweger Kripobeamter ausgab und sich mit dem Namen "Steinberg" vorstellte. In der Folge gab er an, dass man Einbrecher in der Straße "Am Stadtgraben" festgenommen habe und man vorsorglich warnen wolle.

Anschließend wurde das Gespräch beendet. Gegen 16:25 Uhr erfolgte ein Anruf eines angeblichen Kripo-Beamten aus Berlin in Bad Sooden-Allendorf. Auch dieser Anrufer erzählte von festgenommenen Einbrechern, die einen Zettel dabei gehabt hätten, auf dem notiert wäre, dass bei der Angerufenen Bargeld und Schmuck zu holen wäre. Weiterhin wurde auch nach einem Schließfach gefragt. Ein zweiter Täter wäre noch auf der Flucht. Anschließend wurde das Gespräch beendet.

Der dritte Anruf erfolgte wiederum in Eschwege. Erneut war es ein angeblicher Kripobeamter, der angab, dass "ein Peterwagen" zwei Einbrecher festgenommen habe. Auch hier wurde wieder die Version mit dem Zettel mitgeteilt, wonach der Angerufene über Bargeld und einem Schließfach verfüge. Auch dieses Gespräch wurde wieder durch den Anrufer beendet.

In keinem der Fälle wurde die Rufnummer angezeigt. Diese Form des Betruges ist vermehrt seit August 2015 bundesweit festzustellen. In verschiedenen Varianten versuchen falsche Polizeibeamte Informationen über Bargeldbestände oder Art und Höhe von Geldanlagen bei Banken zu erlangen.

Unter dem vermittelten Eindruck einer konkreten Gefährdung (Einbruch) versucht man in weiteren Telefonaten die Angerufenen (meist älteren Bürgern) dahingehend zu manipulieren, dass sie ihr Bargeld und Ersparnisse abheben und zur Eigentumssicherung an die angeblichen Polizisten übergeben. Hierzu wird vor allem auch das Vertrauen in staatliche Organisationen, wie Polizei oder Staatsanwaltschaft, erheblich missbraucht.

   Tipps:

- Keine persönlichen Daten oder Angaben zu Lebensverhältnissen

preisgeben

- Niemals Angaben zu Wertsachen in der Wohnung machen

- Gleiches gilt für Vermögenswerte

- Polizeibeamte fragen auch nicht nach persönlichen Geldverstecken

- Vor allem stellt die Polizei kein Bargeld oder andere Wertsachen

vorsorglich sicher

- Sofern man sich beim Telefonat unter Druck gesetzt fühlt, das

Gespräch beenden und die örtliche Polizei informieren.

- Sollten die Anrufe mittels "Call-ID Spoofing" / "Voice over IP"

erfolgen, wird eine seriöse deutsche Nummer generiert (z.B.:

05651/110). Wichtig: Die Polizei ruft niemals mit der

Notrufnummer 110 an

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