Falscher Polizist in Eschwege unterwegs

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Die Polizei in Eschwege sucht nach einem "falschen Polizisten", der vergangenen Donnerstag eine Frau vor dem Kilikum "unfreundlich" ansprach

Eschwege. Ein "sehr wahrscheinlich falscher Polizeibeamter" ist am letzten Donnerstag gegen 6.50h vor dem Klinikum Werra-Meißner in Eschwege in Erscheinung getreten. Von dieser Wahrnehmung berichtete jetzt eine 21-jährige Frau aus dem Werra-Meißner-Kreis der Polizei. Die junge Frau war an besagtem Donnerstag gegen 06.45h auf dem Weg von Reichensachsen kommend zum Klinikum Werra-Meißner. Während der Fahrt fiel ihr schon ein Pkw auf, der hinter ihr her fuhr. Der Fahrer des Wagens folgte ihr bis an das Krankenhaus.

Laut den Aussagen der jungen Frau handelte es sich dabei um einen ca. 35 Jahre alten Mann, etwa 185 cm groß, schlank, kurze braune Haare, Brillenträger. Der Mann war mit einer dunklen Hose und einer dunkelblauen Strickjacke bekleidet. Auf der Jacke war auf der linken Brusthälfte der Name "SCHRÖDER" in weißer Farbe aufgestickt. Über dem Namen befanden sich drei oder vier Sterne. Auf der Jacke war ein nicht näher zu beschreibendes (Hoheits-) Zeichen angebracht.

Weiterhin waren Schulterstücke mit drei oder vier silbernen Sternen angebracht. Das ganze Aussehen des Mannes war ganz offensichtlich auf das äußere Aussehen eines Polizeibeamten ausgelegt. Die Person trat an die geöffnete Fahrertür und beschuldigte die 21-jährige, während der Autofahrt dauerhaft mit dem Handy telefoniert bzw. gespielt zu haben.

Dies wurde von der jungen Frau jedoch abgestritten. Nach einem kurzen Streitgespräch - wobei die Person laut Aussagen der 21-jährigen einen sehr unfreundlichen Ton an den Tag legte - stieg der Mann wieder in seinen Pkw und fuhr Richtung Stadtmitte davon. Bei dem Pkw soll es sich um einen schwarzen oder dunkelgrauen Skoda Fabia gehandelt haben, da war sich die Frau recht sicher.

Eine Überprüfung durch die Polizei Eschwege ergab, dass es sich bei der Person weder um einen Beamten der Polizeidirektion Werra-Meißner, noch um einen Beamten der Bundespolizei mit Sitz in Eschwege gehandelt hat.

Die Gesamtumstände  - die Polizei hat keine aufgestickten Namen und auch keine Sterne über den Namen, sowie die durchgeführte Überprüfung - lassen die Vermutung zu, dass es sich bei der Person nicht wirklich um einen "echten" Polizeibeamten gehandelt hat.

Hinweise auf die Person oder ein gleichgelagertes Ereignis an die Polizei Eschwege unter 05651/925-0.

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