Familie Meder sucht die Retterin ihrer zweijährigen Tochter Aliha

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Die zweijährige Aliha erlitt bei einem Sturz schwere Verletzungen. Jetzt möchte sich die Familie bei der Frau bedanken, die den Notarzt alarmierte.

Eschwege/Lindewerra. Es ist ein Schock für jede liebende Mutter. Das eigene Kind verletzt sich so schwer, dass es mit dem Krankenwagen in die Klinik gebracht werden muss – so auch die kleine Tochter von Jennifer und Christian Meder aus Lindewerra. "Es war so schlimm. Sie blutete aus Ohren, Nase und Mund", erinnert sich die 22-jährige Mutter heute zurück, die eigentlich doch einen schönen Familientag mit ihrem Mann und den beiden Kindern Aliha (2) und Joel (4) verbringen wollte.

"Unsere Handys hatten wir extra zu Hause gelassen, damit wir nicht gestört werden", sagt Christian Meder, der zunächst mit der Familie ins Kinderland in Eschwege einkehrte und dann Stopp in einem bekannten Schnellrestaurant am Ortsausgang von Eschwege machte. "Wir bestellten, setzten uns hin und aßen – zunächst die Kinder und dann wir. Danach wollte Joel unbedingt in das dort aufgestellte Spielgerät", erzählt Jennifer Meder, die den damals Vierjährigen gewähren ließ. Schließlich konnte er gut klettern und war alt genug, um das Angebot zu nutzen.

Doch kurze Zeit später – in einem kleinen Moment der Unachtsamkeit – war plötzlich auch die zweijährige Aliha verschwunden. "Ich hatte mich nur kurz zu einer Bekannten umgedreht und hörte dann, dass sich meine Tochter ebenfalls in diesem Spielgerät befand", sagt die Mutter.

Und dann ging alles Schlag auf Schlag. "Auf einmal hörte ich einen lauten Knall, meine Tochter fing an zu schreien, mein Sohn hat geschrien und sagte ständig "Meine Schwester muss jetzt sterben!", so Jennifer Meder weiter, die zusehen musste, wie ihr Mann die blutende Aliha aus dem Spielgerät holte.

"Doch obwohl wir nach Hilfe riefen, kam zunächst niemand – auch die Mitarbeiter des Schnellrestaurants fühlten sich offensichtlich nicht verantwortlich", sagt Christian Meder, der daraufhin versuchte, das Blut aus den klaffenden Wunden im Gesicht mit Servietten zu stillen. Die Tochter im Arm bot dann eine fremde Frau ihre Hilfe an. "Soll ich denn einen Rettungswagen rufen?" fragte sie und griff zum Hörer.

"Wir würden uns so gerne bei dieser Frau bedanken – leider haben wir in aller Hektik vergessen, nach ihrem Namen zu fragen", so Jennifer Meder, die nun hofft, über den MARKTSPIEGEL die hilfsbereite Frau zu finden oder jemanden, der zum Unfallzeitpunkt am 3. Februar gegen Abend auch vor Ort war.

Nachdem sich Aliha von ihrem Schädelhirntrauma erholt hatte, geht es ihr körperlich wieder besser. Einige Narben werden dennoch zurückbleiben. Und auch psychisch haben beide Kinder noch mit dem schrecklichen Unfall zu kämpfen. "Sie sind derzeit noch in therapeutischer Behandlung – es war ein riesiger Schock für sie", erzählt die Mutter.

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