Ferienspiele in Wanfried gesichert

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Die Stadtverordneten beschlossen die Investitionen in Jugendarbeit und Kindertagesstätten für das kommende Jahr.

Wanfried. Die Kinder- und Jugendarbeit der Stadt stand im Fokus der Stadtverordnetenversammlung am vergangenen Freitag. So beschlossen die Stadtverordneten bei je einer Enthaltung und einer Gegenstimme aus der CDU-Fraktion, einen Vertrag mit dem AWO-Kreisverband über sechs Wochenstunden für die freie Jugendarbeit im Jahr 2015 abzuschließen. Damit sollen insbesondere die Ferienspiele gesichert werden.

Mit diesem Vertrag trägt die Stadt Wanfried dem Konsolidierungsdruck Rechnung: Gegenüber diesem Jahr gehen die Ausgaben für die freie Jugendarbeit um gut 16.000 Euro zurück. "Damit ist die Schmerzgrenze erreicht", sagte SPD-Fraktionschef Erwin Neugebauer. Es sei zu hoffen, dass unter diesen Voraussetzungen noch eine gute Jugendarbeit möglich sei.

Henning Wehr (CDU) hingegen gingen die Einsparungen nicht weit genug: Er schlug vor, im Haushalt lediglich 5.000 Euro für die Ferienspiele bereitzustellen. Dass die Stadt über die Ferienspiele hinaus weitere Wochenstunden für die freie Jugendarbeit zur Verfügung  stelle, sei mit Blick auf deren finanzielle Lage nicht verständlich.

Mehr Geld für die Kindertagesstätten

Darüber hinaus beschäftigten sich die Stadtverordneten mit  den Haushaltsplänen der ev. Kindertagesstätten Wanfried, Altenburschla und Heldra, die sie einstimmig beschlossen. Deren Arbeit wird die Stadt im kommenden Jahr mit rund 535.000 Euro bezuschussen. Im Jahr 2002 waren es noch 214.000 und in diesem Jahr 505.000 Euro.  Die Mehrkosten von 30.000 Euro gegenüber diesem Jahr sind unter anderem auf die Einrichtung einer zweiten Krippengruppe zurückzuführen.

"Wir geben immer mehr Geld für immer weniger Kindergartenkinder aus", sagte CDU-Fraktionsvorsitzende Ilse von Scharfenberg. Die Kindergartenbetreuung sei eine wichtige Aufgabe, aber man müsse sich vor dem Hinterghrund der steigenden Kosten auch darum kümmern, die Prozesse in den Kindergärten zu optimieren. So fehlte den Erziehern aufgrund des enormen Verwaltungsaufwands oftmals die Zeit für die elementare pädagogische Arbeit.

In diesen Zusammenhang passt auch der einstimmige Beschluss der Stadtverordneten, 10.000 Euro für zusätzliche Leitungsstunden in den drei Kindertagesstätten zur Verfügung zu stellen.

Kindergartenbus wird zum eingestellt

Eine schlechte Nachricht überbrachte hingegen Bürgermeister Wilhelm Gebhard (CDU): Der Betrieb des Kindergarten-Busses wird zum 28. Februar 2015 eingestellt. Grund sei eine erwartete Preissteigerung von rund 2.000 Euro, die auf den ab 1. Januar 2015 geltenden Mindestlohn zurückzuführen sei, erklärte Gebhard. Zudem sei der stadteigene Bus reparaturbedürftig. "Wir setzen darauf, dass die Eltern sich künftig zu Fahrgemeinschaften zusammenfinden", sagte der Bürgermeister.

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