Fleischerei Neumeier in Walburg hatte Praktikanten aus den USA

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Besuch aus den USA, Carsten Neumeier brachte seinem Praktikanten Tom Steinau bei, wie man ein Tier richtig zerlegt, um am Ende eine top Wurst herzustellen.

Die Schlachtekurse von der Fleischerei Neumeier haben sich inzwischen bis in die USA herumgesprochen

Walburg. „Wer hat sich nicht schon einmal die Frage gestellt: Wie wird eigentlich Wurst hergestellt?“ Die Frage selbst können immer weniger Menschen beantworten, da es immer weniger Fleischer gibt. Einer der wenigen Fleischermeister, die noch alles im eigenen Betrieb machen ist Carsten Neumeier. Der bietet in seinem Betrieb einen Wurste- und einen Schlachtekurs an. In denen erhält man alle Antworten auf die Frage, wie die Wurst hergestellt wird. „Für mich ist es eigentlich kein Beruf, sondern ich darf mein Hobby ausleben“, erklärt er mit einem glücklichen Gesichtsausdruck“.

„Wenn ich mich fragen würde, wie ich irgenwo noch ein paar Cent pro Wurst mehr verdienen könnte, wäre das der falsche Ansatz. Ich möchte einfach die Wurst so gut machen, wie sie schon mein Großvater hergestellt hat“, so Neumeier, der den Betrieb in dritter Generation führt. Kürzlich hat es daher sogar einen Besucher aus den USA nach Walburg gezogen, um in die Kunst des Handwerks einzutauchen.

„Der Junge hatte seinen Opa in der Region besucht und vorher geschaut, wo er das Schlachten einmal ausprobieren könnte“, so Neumeier. Als Lohn gab es fünf Kilo Fleisch. „Um 3.30 Uhr ging es am Morgen los, für die meisten ist das ja noch tiefste Nacht“, scherzt Neumeier. Bis 11 Uhr wird dann das Tier zerlegt und verarbeitet. Die Kurse selbst hält Neumeier bewusst klein. Rund zehn Teilnehmer können den Wurschtekurs und zwei Teilnehmer den Schlachtekurs besuchen.

„Ich möchte den Menschen, die daran teilnehmen, auch etwas vermitteln können, schließlich wollen sie ja auch alle etwas lernen. Das geht in kleinen Gruppen natürlich besser, gerade im Schlachtekurs.“ Neumeier selbst weiß, was in seiner Wurst ist, die Tiere darin stammen alle aus der Region. „Schließlich möchte ich ja auch ein regionales Produkt verkaufen.

Wer selbst einmal herausfinden möchte, wie man Wurst herstellt, der kann sich auf der Homepage unter www.ahle-wurscht.de/Kurse genauer informieren.

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