Flüchtlinge zu Gast in Helmeke's Café

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Am Montag lud Heiko Frankenstein 17 Flüchtlinge in sein Café nach Großalmerode ein

Großalmerode/Witzenhausen. Als Heiko Frankenstein davon hörte, dass in Witzenhausen einige Personen aus Großalmerode im Erntefestzelt Flüchtlinge beleidigt und angegriffen hatten, wollte er nur noch eins machen: Ein Zeichen setzen!"Ich wollte den Flüchtlingen zeigen, dass sie natürlich auch in meinem Café und ganz Großalmerode willkommen sind, daher habe ich sie in mein Geschäft zu Kaffee und Kuchen eingeladen", so Frankenstein.Und weiter: "Negative Ausnahmen gibt es leider überall, aber denen darf man keine Chance lassen."Auf die Frage, ob er Angst vor Konsequenzen habe, etwa wenn die Angreifer von dem Heimatfest in Witzenhausen bei ihm vorbeikommen , sagt er: Nein! "Man darf keine Angst vor einer Minderheit haben, die sich noch nie mit diesen Menschen und der Situation in deren Heimatländern befasst hat. Und ich stehe zu meiner Meinung.”Die 17 Flüchtlinge, die am Montag in "Helmeke’s Café" waren, freuten sich sehr über die Einladung. Kolja Braun, der sich ehrenamtlich um die Flüchtlinge in Witzenhausen kümmert, fand die Idee von Heiko Frankenstein "einfach Klasse"."Viele haben leider keine Ahnung was diese Menschen durchgemacht haben und wie dankbar sie für jede Kleinigkeit sind, die sie bekommen. Sie selbst wissen auch, dass nur wenige so negativ sind, wie es beim Erntefest der Fall war. Was mich aber schockiert ist der Umstand, das die Security im Zelt so lange tatenlos daneben stand", so Braun.

Und er erklärt weiter: "Wir bekommen aber, zum Glück, viel stärker die andere Seite zu spüren. Auch die Stadt Witzenhausen unterstützt uns sehr stark und wir werden bald ein Büro im Rathaus haben, dass all die Hilfsangebote aus der Bevölkerung koordinieren wird."Die Flüchtlinge jedenfalls haben den Kaffee und Kuchen in "Helmeke’s Café" genossen und bekamen zum Abschluss alle noch ein Eis für den Heimweg.

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