Foodsharing: Lebensmittel teilen statt wegwerfen

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Verena Günthers Gruppe „Foodsharing Werra-Meißner-Kreis“ zählt 300 Mitglieder und weitere Projekte sind bereits in Planung.

Von SONJA LIESE

Werra-Meißner. "Foodsharing bedeutet, Lebensmittel aller Art zu teilen und nicht wegzuwerfen", erklärt die 21-jährige Verena Günther, die im Juli diesen Jahres die Facebook-Gruppe "Foodsharing - Werra-Meißner-Kreis" ins Leben gerufen hat. Der Gedanke kam ihr eines schönen Abends als sie vor ihrem Umzug ihre Speisekammer aussortiert hat. "Manchmal zieht man los und kauft einfach viel zu viel – gerade, wenn Dinge im Angebot sind. Vielleicht mag man das Gekaufte auch nicht. Oder man hat zu viel Gemüse geerntet oder zu viele Äpfel am Baum. ", sagt die 21-Jährige, deren Gruppe von immer mehr Menschen  mit einem "Gefällt mir" versehen wird, damit Essen und Trinken eben nicht in der Mülltonne landen, sondern einen dankbaren Abnehmer finden.

Mittlerweile wurde die 300er-Marke geknackt – die Tendenz steigend. Denn Foodsharing ist nicht nur für Bedürftige gedacht, sondern für Jedermann, um der Verschwendung von Lebensmitteln entgegenzuwirken. Dabei wird nichts zum Verkauf angeboten – alles läuft auf kostenloser Basis.Eine wichtige Voraussetzung ist, dass alles noch genießbar sein sollte. "Das sollte selbstverständlich sein. Wenn es sich um Produkte handelt, die gerade erst über das Mindeshaltbarkeitsdatum (MHD), aber trotzdem noch verzehrbar sind, dann sollte das unbedingt dazugeschrieben werden", macht Verena Günther deutlich.Damit Angebot und Nachfrage möglichst schnell zusammenfinden, sollte zwingend der Standort der Ware angegeben werden. Alles Weitere kann persönlich über PN vereinbart werden.

Doch die Facebook-Gruppe soll nicht das einzige Angebot bleiben, um Lebensmittel mit anderen zu teilen. Die 21-Jährige plant, einen Schrank und/oder einen Kühlschrank in Eschwege aufzustellen, in den Leute die Lebensmittel reinlegen können, die nicht mehr benötigt werden. An der Universität in Fulda und in der Innenstadt in Witzenhausen verfügt man bereits über solch ein Angebot. "Es wäre schön, wenn es auch in der Kreisstadt eine solche Möglichkeit geben würde", sagt Verena Günther, der zur Umsetzung nur noch eine passende Örtlichkeit fehlt. "Interessenten können sich gerne melden", so die 21-Jährige.

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