"Frau Holle, stoppen Sie den Winter!"

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Annemarie Huck ist Lichtenaus Frau Holle.

Mit dem Winter reicht es, lokalo24.de fragte bei Frau Holle nach, ob sie dem Frühling eine Chance gibt

Werra-Meißner. Der Frühling lässt noch ein wenig auf sich warten, immer wieder kommen die winterlichen Temperaturen zurück. Wir fragten daher mal bei Frau Holle in Hessisch Lichtenau nach, warum sie so am Winter hängt.

Lokalo24.del: Frau Holle, kann es sein, dass Sie in diesem Jahr ganz schön am Winter hängen? Oder probieren Sie einfach eine neue Art aus, Ihre Kissen zu schütteln?

Frau Holle: Ich hänge jedes Jahr am Winter. Die diesjährige Marie musste ich erst einarbeiten. Zuerst war sie nicht sehr fleißig, doch dann legte sie los und hat ihre Prüfung gut bestanden. Ich werde jetzt noch mal mit ihr reden, dass sie aufhören soll. Übrigens, am Kissen schütteln kann man nichts ändern.

Glauben Sie, dass die Menschen Ihnen den Wintereinbruch zum Frühlingsanfang krumm nehmen könnten? 

Ja, mit Sicherheit, zwar nicht alle, aber einige schon. Es gibt immer Menschen, die die Kälte nicht mögen, aber auch welche, die die warme Jahreszeit nicht wollen. Nun mit dem Wetter ist das so, da kann man es halt keinem recht machen. In den nächsten Tagen werde ich als Frühlingsgöttin Flora über Feld und Flur ziehen und mit den Himmelsschlüsseln, das sind die Primeln, dem Frühling aufschließen.

Sind in Ihrem Museum, dem Holleum in Hessisch Lichtenau eigentlich schon Beschwerdebriefe eingegangen?

Beschwerdebriefe über den langen Winter? Nein, der Winter ist ja was Tolles. Ein vier jähriger Junge aus Stuttgart hat mir lediglich geschrieben, dass ihm mittlerweile zu kalt ist und er sich sehnsüchtig auf den Sommer freut. Oder von einer KiGa aus Kassel (Mattenberg) mit der Bitte, ich möchte doch bitte mit dem Betten schütteln aufhören, sie hätten gerne den Frühling. Einfach niedlich! Ganz wichtig, ich beantworte jeden Brief.

Haben Sie vielleicht ein paar Tipps, wie wir Ihrem verlängerten Winter etwas Positives abgewinnen können?

Tja, mit Humor sehen und im T-Shirt bei Frühlingsanfang… Schnee schüppen. Nein, Scherz beiseite, trotz Kälte sollte man das winterliche Wetter noch genießen. Zum Beispiel den P 1 Weg auf dem hohen Meißner, meinem Hausberg, ablaufen. Es gibt bekanntlich kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung.

Können Sie dieses Jahr versuchen weiße Weihnachten zu ermöglichen?

Im Gegenzug können sie dafür ja den Winter etwas kürzer halten? Ja klar – versuche ich gern, mit einer fleißigen Goldmarie an meiner Seite.

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