Diskussion um Eschweges Freibad geht in die nächste Runde

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Es war einmal, vom Freibad in Eschwege ist nichts mehr übrig.

Die Eschweger Stadtverordneten beauftragen den Magistrat mit der Machbarkeitsprüfung für ein neues Freibad.

Eschwege. Einstimmig hat die Eschweger Stadtverordnetenversammlung beschlossen, den Magistrat mit den Planungen eines Freibades in Eschwege zu beauftragen. Konzepte für Finanzierung, Trägerschaft und Standort sollen erarbeitet werden und dann zeitnah dem Ausschuss für Bauen und Umwelt vorgestellt werden.

SPD stellt Antrag

Der Antrag wurde von der SPD Fraktion gestellt, die in ihrer Begründung erklärte, dass ein Freibad zur Daseinsvorsorge der Kreisstadt gehöre. Es fehle für Kinder, Jugendliche und Familien eine Möglichkeit, unter freiem Himmel zu baden und zu schwimmen. Nach Vorstellungen der SPD Fraktion gibt es durch die von der Hessischen Landesregierung für den Neubau und die Sanierung von Schwimmbädern in Aussicht gestellten 50 Millionen Euro eine Möglichkeit den Neubau eines Freibades aus diesen Mitteln zumindest zum Teil zu finanzieren.

Alle Fraktionen stimmen Prüfung zu

„Ich habe mich an den Kopf gefasst, als ich den Antrag gelesen habe“, eröffnete Stefan Schneider, Fraktionsvorsitzender der CDU seinen Wortbeitrag. Seine Fraktion stimmte dem Antrag zwar zu, aber „wir sehen das sehr kritisch, es fehlt uns am Ende des Tages die Phantasie. Wer soll das bezahlen?“, so Schneider. Er forderte valide Zahlen, aufgrund derer man dann entscheiden könne. Dr. Manfred Bödicker (CDU) schlug die Beauftragung eines unabhängigen Beraters für die Planung vor. Von der CDU Fraktion wurden die Idee des Schwimmbades im Werratalsee und eines kostenlosen Bäderbusses in die Diskussion gebracht.

Steuergelder mit bedacht einsetzen

Jochen Grüning von der FWG sprach in diesem Zusammenhang von einem „Wunschzettel“ und mahnte zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern. Bernhard Gassmann (Die Linke) betonte, dass ein Freibad immer ein Verlustgeschäft ist. Als „familienfreundliche Stadt“ müsse man sich entscheiden, ob man ein Freibad als Teil der sozialen und kulturellen Infrastruktur versteht und „es sich leisten will“.

Bürger sollen mit einbezogen werden

Bürgermeister Alexander Heppe schlug die Bildung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe aller Fraktionen vor, die die Planung erarbeiten soll. Außerdem schlug er vor, die Bürgerinnen und Bürger einzubeziehen und er empfahl den Eschwegern klar zu sagen, ob es durch den Neubau und den Unterhalt des Freibades zu einer Mehrbelastung kommen wird. Wo und wie schwimmen unter freiem Himmel in Eschwege in Zukunft möglich sein wird, wird den Magistrat in den nächsten Monaten beschäftigen.

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